Arbeitsmarkt II - Marek: Jahr 2007 - das Jahr der Jugendbeschäftigung

Zahl der arbeitsuchend gemeldeten Jugendlichen im Jahr 2007 um 7,7 Prozent bzw. 2.955 gegenüber dem Vorjahr 2006 auf 35.140 Jugendliche gesunken

Wien (BMWA/OTS) - "Für uns ist jedes Jahr das Jahr der Jugendbeschäftigung", so Staatssekretärin Christine Marek, die bei der heutigen Präsentation der Arbeitsmarktdaten Ende Dezember 2007 einen Schwerpunkt auf das Thema Jugendbeschäftigung legte. Marek verwies dabei auf das 2004 gestartete Programm "Jobs4You(th)", den 2005 eingeführten Blum-Bonus, sowie das 2006 initiierte Programm "Unternehmen Arbeitsplatz" mit dem Schwerpunkt Jugendbeschäftigung. Für 2007 wurde das hohe Niveau an Mittel zur Qualifizierung Jugendlicher gehalten und weitergeführt. "Auch das Jahr 2008 wird für uns ein Jahr der Jugendbeschäftigung", so Marek weiter. Der Blum-Bonus werde weiterentwickelt und die Mittel zur Qualifizierung bleiben konstant hoch. "Seit 2001 haben sich diese Mittel auch mehr als verdoppelt" (2001: 168 Mio. Euro; 2007: 382,7 Mio. Euro).

Die Jahresvergleiche zum Thema Jugendbeschäftigung würden auch zeigen, dass sich Österreich hier auf einem guten Weg befinde "und dass das Thema bei uns in guten Händen ist", so Marek. Laut einer Prognose des BMWA waren im Jahr 2007 510.300 Jugendliche beschäftigt, was einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent bzw. + 7.862 Jugendliche bedeutet. Die Zahl der arbeitsuchend gemeldeten Jugendlichen ist im Jahr 2007 um 7,7 Prozent bzw. 2.955 Jugendliche gegenüber dem Jahr 2006 auf 35.140 gesunken. Im europäischen Vergleich liege Österreich mit einer Arbeitslosenquote nach EUROSTAT von 8,3 Prozent am sehr guten dritten Platz hinter den Niederlanden (5,2 Prozent) und Dänemark (6,2 Prozent).

Bei der Entwicklung der Lehrlingszahlen können ebenfalls schöne Steigerungsraten verzeichnet werden, so Marek. Laut einer Prognose des BMWA waren im Jahr 2007 129.900 Lehrlinge in einer Ausbildung, was eine Steigerung von drei Prozent bzw. 3.939 bedeutet. Die Lehrlingslücke - die Differenz zwischen Lehrstellensuchenden und offenen Lehrstellen - konnte darüber hinaus seit 2005 (3.255) um ein Drittel reduziert werden und beträgt jetzt 2.152.

"Einen wertvollen Beitrag zur Ausbildung von benachteiligten Jugendlichen bietet die 2004 eingeführte integrative Berufausbildung", so Marek. Diese könne entweder als Lehrausbildung mit einer verlängerten Lehrzeit stattfinden oder den betreffenden Personen eine Teilqualifikation vermitteln. "Damit verbessert sie die Arbeitsmarktchancen von Personen mit Benachteiligungen massiv", so Marek. Nahmen im Jahr 2004 nur 1.114 Personen an einer solchen Ausbildung teil, konnte diese im Jahr 2007 bereits auf 3.280 gesteigert und damit verdreifacht werden. Eine Evaluierung im Jahr 2006 hat ergeben, dass rund 70 Prozent der Jugendlichen in einer integrativen Berufsausbildung in betrieblichen Ausbildungsverhältnissen sind, nur rund 30 Prozent entfallen auf Ausbildungseinrichtungen. Auch konnte ein hoher Zufriedenheitsgrad der ausbildenden Unternehmen festegestellt werden.

Die Staatssekretärin kündigte darüber hinaus für den "Tag der Lehre" am 16. Oktober 2008 einen Staatspreis für die Lehre an, bei dem es auch einen Sonderpreis für integrative Berufsausbildung geben werde.

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