Arbeitsmarkt I - Marek: Ein gutes Jahr beginnt mit sinkenden Arbeitslosenzahlen

Zahl der arbeitsuchend gemeldeten Personen im Dezember um 4,9 Prozent bzw. 13.803 auf 265.306 gesunken

Wien (BMWA/OTS) - "Ein gutes Jahr beginnt mit sinkenden Arbeitslosenzahlen", so Staatssekretärin Christine Marek anlässlich der heutigen Präsentation der aktuellen Arbeitsmarktdaten Ende Dezember 2007 mit AMS-Vorstand Johannes Kopf. "Das Jahr 2007 war ein gutes Jahr für den Arbeitsmarkt und ein besonders erfreuliches für die Jugendbeschäftigung", zog Marek Bilanz. "Seit 22 Monaten in Folge sinken die Arbeitslosenzahlen." Im Dezember ist die Zahl der arbeitsuchend gemeldeten Personen um 4,9 Prozent bzw. 13.803 gegenüber dem Vorjahr auf 265.306 gesunken. "Wir haben das Ziel Vollbeschäftigung bis 2010 klar und fest vor Augen", so Marek. An allen "Schräubchen", an denen es dazu zu drehen gelte, werde auch mit Vehemenz gedreht.

Nach letztverfügbarem EUROSTAT-Monatswert liege die Arbeitslosenquote derzeit bei 4,3 Prozent. Bei gleichzeitigem Sinken der Arbeitslosenzahlen ist auch die Zahl der Schulungsteilnehmer rückläufig. Ende Dezember waren im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Prozent bzw. 5.582 weniger Menschen in Schulungsmaßnahmen des AMS. Darüber hinaus haben von den 265.306 vorgemerkten Arbeitssuchenden 66.185 eine Einstellzusage und erwarten aktuell keine Vermittlung durch das AMS. Die Zahl der offenen Stellen liegt bei 31.732 und ist auf Grund der guten Entwicklung im Tourismus im Dezember leicht um 0,4 Prozent bzw. 139 Stellen gesunken.

Eckdaten zum Arbeitsmarkt Ende Dezember

Die Zahl der Beschäftigten ist nach einer Schätzung des BMWA im Dezember um rund 52.000 (+1,6 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr angestiegen und hat sich damit weiter auf 3,310.200 verstärkt. Die Zahl der Langzeitarbeitssuchenden ist um 12,1 Prozent bzw. 899 Personen zurückgegangen. Die Dauer der Arbeitssuche beträgt durchschnittlich 78 Tage und hat sich damit um zwei Tage gegenüber dem Vorjahr verkürzt.

"Der Rückgang der vorgemerkten Personen zieht sich auch durch beinahe alle Bereiche", so Marek. Bei den Männern sind es minus 6.889 (-4,0 Prozent), bei den Frauen minus 6.914 (-6,6 Prozent). Inländer:
minus 5,6 Prozent (-12.586), Ausländer: minus 2,3 Prozent (-1.217). Der Rückgang der Zahl arbeitsuchender Jugendlicher beträgt 8,4 Prozent (-3.644) und ist damit stärker ausgefallen als der Gesamtrückgang von 4,9 Prozent. Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist um 7,3 Prozent (-376) auf 4.772 gesunken und die Zahl der offen gemeldeten Lehrstellen um 3,1 Prozent (+84) auf 2.830 gestiegen. Bei den über 50-jährigen Personen ist die Zahl der arbeitsuchenden Personen mit 0,5 Prozent (+ 240) leicht angestiegen.

Entwicklung in den Bundesländern

Den stärksten (relativen) Rückgang der Zahl der Arbeitssuchenden verzeichnet Salzburg mit minus 9,0 Prozent. Danach folgen Vorarlberg (-7,3 Prozent), Wien (-6,8 Prozent), Burgenland (-5,8 Prozent), Oberösterreich (-5,5 Prozent), Kärnten (-5,4 Prozent), Niederösterreich (-3,2 Prozent) und die Steiermark (-2,6 Prozent). Eine de facto Stagnation gibt es in Tirol mit + 0,1 Prozent.

Entwicklung nach Branchen

Nach Branchen betrachtet verzeichnet die Sachgütererzeugung mit minus 7,1 Prozent den stärksten relativen Rückgang. Danach folgen der Fremdenverkehr sowie der Handel mit jeweils minus 5,7 Prozent, das Bauwesen (-3,7 Prozent), sonstige Dienstleistungen (-0,9 Prozent) sowie unternehmensbezogene Dienstleistungen (-0,4 Prozent).

Weitere Details sind auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (www.bmwa.gv.at) in der Rubrik "Presse" im Anschluss an diese Meldung zu finden.

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