BMSK: Anhaltend gute Entwicklung am Arbeitsmarkt äußerst positiv - Gute Grundlage für die Weiterentwicklung der Sozialpolitik

Verstärkte Anstrengungen für Menschen mit Behinderung und ältere ArbeitnehmerInnen notwendig

Wien (BMSK) - Wie aus den heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten auch hervorgeht, können sowohl ArbeitnehmerInnen über 50 als auch Menschen mit Behinderung von der positiven Entwicklung am österreichischen Arbeitsmarkt nicht profitieren.
Das Sozialministerium baut daher seine Aktivitäten, um die Beschäftigungschancen für Menschen mit Behinderung zu verbessern, weiter aus. So erhalten Firmen, die eine arbeitslose Person mit Behinderung einstellen, seit 1. November letzten Jahres eine Prämie. Unabhängig von der Lohnhöhe werden über sechs Monate insgesamt 3.600 Euro ausbezahlt. Mit der Förderung im Zuge der "Bonusaktion - Aktion 500", die auf Antrag vom Bundessozialamt ausbezahlt wird, will das Sozialministerium die Arbeitsplatzoffensive für Menschen mit Behinderungen in Schwung bringen. Ebenfalls verstärkt werden Initiativen für ältere ArbeitnehmerInnen.*****

Die Anreize für Arbeitgeber, Menschen mit Behinderung einzustellen, werden vom BMSK weiter ausgebaut. Unternehmen, die für Menschen mit Behinderung einen zusätzlichen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen, erhalten auf die Dauer von 6 Monaten eine Förderung von 600 Euro pro Monat zusätzlich zu einer allfälligen Integrationsbeihilfe. Diese Förderung erhalten auch Menschen mit Behinderung, die sich in diesem Zeitraum eine selbständige Existenz aufbauen. Die Förderung für einen Ausbildungsplatz beträgt derzeit 400 Euro pro Monat. Dieser Betrag wird auf 600 Euro pro Monat erhöht. Mit diesen Anreizen soll es möglich sein, 500 zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze zu lukrieren. Die "Bonusaktion - Aktion 500" ergänzt das Spektrum bereits bestehender Förderungen.

Das leicht verständliche und unbürokratische neue Fördermittel zielt besonders auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ab. Obwohl rund die Hälfte aller in der Privatwirtschaft Beschäftigten in Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern arbeitet, findet man Menschen mit Behinderung häufiger in größeren Unternehmen oder bei öffentlichen Dienstgebern.
Weiters wird heuer eine gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung ("Disability Flexicurity") in diesem Bereich etabliert. Durch dieses Modell sollen DienstgeberInnen ermutigt werden, Menschen mit Behinderungen zu beschäftigen und deren Leistungsfähigkeit zu erproben, um letztlich eine Übernahme in den Betrieb im Rahmen von sozialversicherungsrechtlich abgesicherten Dienstverhältnissen zu erwirken.

Ebenso soll, ausgehend vom Bundessozialamt, ein "Unternehmerservice" eingerichtet werden. Dabei werden die Steuer- und Unternehmensberater als Schnittstelle zu den KMU in die Informationsarbeit einbezogen.

Erfolgsfaktor "Ältere ArbeitnehmerInnen"

Ebenfalls weitergeführt und ausgebaut werden die Initiativen für ältere ArbeitnehmerInnen. Eine derzeit österreichweit laufende Informationskampagne verfolgt das Ziel, den Wert von älteren ArbeitnehmerInnen zu betonen und den Erfahrungsschatz, die Kompetenz, die Teamfähigkeit und das Know-How älterer ArbeitnehmerInnen hervorzustreichen.

Weiters sollen heuer gemeinsam mit internationalen ExpertInnen, den Sozialpartnern, und dem AMS konkrete Strategien zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit älterer ArbeitnehmerInnen erarbeitet werden und der Gesundheit am Arbeitsplatz in diesem Alterssegment besonderes Augenmerk geschenkt werden.

Im Sozialministerium wird nun erwartet, dass auch von Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit verstärkte Anstrengungen für beide Zielgruppen unternommen werden.

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Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz
Mag.Oliver Gumhold
Pressereferent-Öffentlichkeitsarbeit
Tel. (01) 71100-2269
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