Mölzer: Steigender Asyltourismus nach Schengen-Erweiterung bestätigt FPÖ-Warnungen

Asylanten, die wegen hoher Sozialleistungen von anderen EU-Staaten nach Österreich kommen, sind sofort in ihre Heimatländer abzuschieben

Wien (OTS) - Die Warnungen der FPÖ vor einer übereilten Erweiterung des Schengen-Raumes und dem damit zusammenhängenden Wegfall der Grenzkontrollen zu Österreichs östlichen Nachbarstaaten scheinen sich nach Medienberichten zu bestätigen, sagte der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Wenn seit der Grenzöffnung die Zahl der Asylwerber geradezu explodiert, dann sollte man ernsthaft darüber nachdenken, ob nicht vorübergehend die Kontrollen an Österreichs Ostgrenzen wieder eingeführt werden sollen", meinte Mölzer.

Außerdem sei, so der freiheitliche EU-Mandatar, der Asyltourismus innerhalb der EU wirksam zu bekämpfen. "Alle sogenannten Flüchtlinge, die von einem anderen EU-Staat nach Österreich gekommen sind, weil hier höhere Sozialleistungen locken, sind ohne Umschweife in ihr Heimatland abzuschieben. Und wenn ihre sofortige Abschiebung nicht möglich ist, dann sind sie in Anhaltelagern außerhalb der EU unterzubringen", forderte Mölzer. Denn es sei nicht hinnehmbar, daß den Bürgern im Gesundheitsbereich immer höhere Selbstbehalte zugemutet werden und gleichzeitig über Asylanten das wohlfahrtsstaatliche Füllhorn ausgeschüttet wird, betonte Mölzer.

Insgesamt zeige sich knapp zwei Wochen nach der Grenzöffnung, daß für die Jubelfeiern der Bundesregierung kein Grund bestanden hatte. "Auf die Folgen der Schengen-Erweiterung für unser Land wurde keine Rücksicht genommen. Dabei ist klar gewesen, daß nicht nur unbescholtene Bürger der ostmitteleuropäischen EU-Länder die neue Reisefreiheit nutzen werden, sondern auch Asyltouristen, für die es nun wesentlich leichter ist, nach Österreich zu gelangen", schloß Mölzer.

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