Tumpel zu Arbeitsmarkt: 2008 wird ein schwieriges Jahr!

Wien (OTS) - Mit mehr als 265.300 vorgemerkten Arbeitslosen und über 44.000 Personen in Schulungsmaßnahmen, also insgesamt über 309.000 Arbeit Suchenden ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Dezember 2006 um 19.385 Personen oder um knapp 6 Prozent gesunken. Sie liegt allerdings immer noch um mehr als 60.000 Personen höher als im Dezember 2000 - dem letzten Konjunkturhoch. "Ich freue mich über jeden Arbeitslosen weniger, aber die für den Arbeitsmarkt Verantwortlichen dürfen die Probleme auf dem Arbeitsmarkt nicht unterschätzen. Außerdem schauen wir weniger strahlenden Zeiten entgegen. Die Wirtschaftsforscher haben für 2008 einen Rückgang der Konjunktur und einen Anstieg der Inflation vorausgesagt. Ein Abnehmen der Arbeitslosigkeit wie 2007 dürfen wir für heuer also nicht erwarten. Die Konjunktur wird nicht alleine helfen, es muss mehr getan werden. 2008 wird also ein schwieriges Jahr", kommentiert AK-Präsident Herbert Tumpel die aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Dezember 2007. Tumpel fordert zur Sicherung einer positiven Arbeitsmarktentwicklungen massive Investitionen in Aus- und Weiterbildung gerade auch für die Jungen, eine Verbesserung der Qualität der Arbeitsplätze und eine faire Verteilung des Erwirtschafteten.

"Wir brauchen dringend eine deutliche Verbesserung der Aus- und Weiterbildungschancen für unsere Jugend und für die Arbeit Suchenden, damit vorhandene Arbeitsplatzchancen genutzt werden können und die Betriebe die von ihnen benötigten Facharbeitskräfte erhalten. Diese Facharbeiter müssen wir in Österreich finden oder ausbilden und nicht aus dem Ausland holen," verlangt Herbert Tumpel die rasche und vollständige Umsetzung des Sozialpartnerpakets für mehr Beschäftigung.

Es muss aber auch die Qualität der Arbeitsplätze und das Einkommen passen. Tumpel kritisiert die Tatsache, dass noch immer viel zu viele Menschen unfreiwillig Teilzeit arbeiten müssen und der Wiedereinstieg in das Arbeitsleben viel zu oft mit einem beruflichen Abstieg verbunden ist. Für Tumpel ist die Frage der Qualität der Arbeitsplätze auch eine Frage von fairer Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums: "Es ist Zeit für eine Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen."

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