Dreimal Oper live in Ö1 im Jänner: "Die Meistersinger von Nürnberg", "Les Dialogues des Carmélites" und "Il barbiere di Siviglia"

Wien (OTS) - Drei Opern-Live-Übertragungen stehen im Jänner auf dem Programm von Ö1: "Die Meistersinger von Nürnberg" aus der Wiener Staatsoper (12.1), die Premiere von "Les Dialogues des Carmélites" aus dem Theater an der Wien (19.1.) und "Il barbiere di Siviglia" aus der New Yorker MET (26.1.).

Für eine Neueinstudierung von Richard Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg" kehrt Christian Thielemann an das Dirigentenpult der Wiener Staatsoper zurück und stellt nach "Tristan und Isolde" und "Parsifal" erneut seinen Ruf als einer der bedeutendsten Wagner-Dirigenten unserer Zeit unter Beweis. Mit genau dieser Oper hat Thielemann, derzeit Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker, im Jahr 2000 bei den Bayreuther Festspielen triumphal debütiert, wo er seither zu den von Presse und Publikum gefeierten musikalischen Qualitätsgaranten zählt. In dieser Staatsopernproduktion wirken u.a. Falk Struckmann (Hans Sachs), Ain Anger (Veit Pogner), Adrian Eröd (Sixtus Beckmesser), Johan Botha (Walther von Stolzing), Michael Schade (David), Ricarda Merbeth (Eva) und Chor und Orchester der Wiener Staatsoper mit, Inszenierung: Otto Schenk. Ö1 überträgt am 12. Jänner live ab 17.00 Uhr.

Mit "Les Dialogues des Carmélites" hat der französische Komponist Francis Poulenc einen außergewöhnlichen Stoff auf die Bühne gebracht:
Die Handlung erzählt die Geschichte der jungen Blanche, die von Daseinsangst gepeinigt in den Orden der Karmeliterinnen eintritt und dort den Tod der Priorin und die Auflösung des Klosters in den Wirren der französischen Revolution miterleben muss. Letztendlich flieht sie, findet aber auch kein Zuhause mehr: Ihr Elternhaus wurde geplündert, ihr Vater ermordet. Inzwischen sind die Mitschwestern inhaftiert und zum Tod verurteilt worden. Eine nach der anderen besteigt das Schafott. In diesem Moment befreit sich auch Blanche von all ihren Ängsten und folgt den anderen Schwestern in den Tod. An der Mailänder Scala fand 1957 die Uraufführung statt, und schon 1959 konnte man die Oper auch in Wien in deutscher Übersetzung erleben -prominent besetzt, unter anderem mit Irmgard Seefried, Elisabeth Höngen, Hilde Zadek, Christel Goltz, Anneliese Rothenberger und Anton Dermota. Bis 1964 stand diese Produktion auf dem Spielplan der Staatsoper, danach ist die Oper in Wien nicht mehr zur Aufführung gekommen. Das Theater an der Wien bietet somit die seltene Gelegenheit, sich mit diesem Werk erneut auseinanderzusetzen - mit einer Oper, bei der das Zusammentreffen von Revolution und Religion nur einen äußeren Rahmen bildet, deren zentrales Thema vielmehr die Angst ist. Poulencs unmittelbar packende und bewegende Musik - er selbst nannte Monteverdi, Verdi und Mussorgsky als Vorbilder - wird im Theater an der Wien vom ORF-RSO Wien unter Bertrand de Billy zum Klingen gebracht. Auch das im Gegensatz zur Wiener Erstaufführung in der französischen Originalsprache agierende Ensemble verspricht mit Jean Philippe Lafont (Marquis de La Force), Sally Matthews (Blanche), Yann Beuron (Le Chevalier), Marjana Lipovsek (Madame de Croissy), Heidi Brunner (Madame Lidoine), Michelle Breedt (Mère Marie), Patricia Petibon (Soeur Constance) und dem Arnold Schoenberg Chor eine besondere Opernproduktion. Die Premiere am 19. Jänner wird ab 19.00 Uhr live in Ö1 übertragen.

Der letzte Opernabend im Jänner ist einem Meisterwerk der italienischen Buffa gewidmet: Gioachino Rossinis "Il barbiere di Siviglia" wird in Ö1 am 26. Jänner ab 19.30 Uhr in einer vielgepriesenen Produktion live aus der New Yorker Metropolitan Opera zu hören sein - mit einer der erfolgreichsten Mezzosopranistinnen der jüngeren Generation: Elina Garanca ist als Rosina angekündigt. Weiters wirken u.a. Manuel Zapata (Almaviva), Franco Vassallo (Figaro), Bruno Pratico (Bartolo), Peter Rose (Basilio) und Chor und Orchester der Metropolitan Opera New York mit, Dirigent ist Frédéric Chaslin. Mehr Informationen zum Programm von Österreich 1 sind abrufbar unter http://oe1.ORF.at (ih)

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