MA 22: Wiens geschützte Pflanzen und Lebensräume

Zwei neue Broschüren der Wiener Umweltschutzabteilung über die Artenvielfalt in Wien

Wien (OTS) - Wien ist Heimat für mehr als 2.200 verschiedene Pflanzenarten. Natternzunge, Krebsschere, Schwertlilie, Froschbiss und Gnadenkraut - das sind keine Namen aus einem Sagenbuch, sondern Pflanzen, die sich in Wien wohlfühlen und in der Wiener Artenschutzverordnung als "streng geschützt" aufgelistet sind. 30 Prozent der in Wien lebenden Pflanzen sind auch in den Roten Listen für Österreich angeführt.

Wiens artenreiche Pflanzenwelt auf einen Blick

Nun hat die Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 eine Broschüre aufgelegt, in der alle geschützten und streng geschützten Pflanzen mit Kurzbeschreibungen und Farbfotos erfasst sind. Rund 110 streng geschützte Pflanzenarten gibt es in Wien, darunter Frühlings-Adonis, Trollblume, Pannonische Wolfsmilch, Pracht-Königskerze sowie alle in Wien vorkommenden Orchideenarten.

Mit der Broschüre "Geschützte Pflanzen in Wien" will die Wiener Umweltschutzabteilung nicht nur botanisches Wissen vermitteln und über gesetzliche Bestimmungen informieren, sondern vor allem auch neugierig machen. Wussten Sie z. B., dass früher aus Rohrkolben Brot gebacken wurde oder dass in Wien vierzig verschiedene Orchideenarten blühen?

Geschützte Biotope

Wien weist aufgrund seiner besonderen geografischen Lage im Übergangsbereich zweier Klimazonen eine besondere Vielfalt an Lebensräumen (Biotopen) auf. Diese Vielfalt ist Teil der hohen Lebensqualität von Wien - das wissen viele Wienerinnen und Wiener bei ihren Ausflügen in den Wienerwald, zur Alten Donau oder in den Prater zu schätzen.

In dem Band "Biotopschutz in Wien" sind alle per Wiener Naturschutzgesetz geschützten Lebensräume abgebildet und beschrieben. Dazu gehören Fließgewässer (z. B. Wienerwaldbäche), Auengewässer (z. B. im Prater), Tümpel und Teiche, Felsbildungen (z. B. Lesesteinhaufen), Sümpfe, Halb- und Trockenrasen, Magerwiesen, Saumgesellschaften und Wälder. Interessante Details zur Geschichte und Kulturgeschichte der verschiedenen Lebensräume machen die Broschüre zu einem spannenden Nachschlagewerk. So erfährt man z. B., dass die Quellen in den Wiener Wäldern die Vorstädte einst mit Wasser versorgten. Oder dass Lesesteinhaufen Zeugen früherer Landwirtschaft sind und heute einen wertvollen Lebensraum für Wärme liebende Tiere und Pflanzen bilden.

So schützt Wien seine Lebensräume

Die Versiegelung von Grünflächen oder die Aufgabe traditioneller Bewirtschaftungsformen haben auch in Wien dazu geführt, dass immer mehr wertvolle Lebensräume verloren gingen und damit auch deren Arten bedroht wurden. Daher wurden mit dem Wiener Naturschutzgesetz von 1998 neue Wege beschritten, die den Schutz von Lebensräumen sicherstellen.

o Im Wiener Naturschutzgesetz werden durch den Landschaftsschutz große Flächen in Wien für die nächsten Generationen als naturnaher Grünraum erhalten. o Eigene Schutzprogramme wie das Wiener Arten- und Lebensraumschutzprogramm "Netzwerk Natur" helfen mit, die Standorte von besonders gefährdeten Arten auch außerhalb von Schutzgebieten zu sichern. o Im sogenannten "Vertragsnaturschutz" schließen Wiener LandwirtInnen Verträge mit der MA 22 ab. Damit verpflichten sie sich, ehemals landwirtschaftlich genutzte Flächen gegen eine Entschädigung und mittels vereinbarter Pflegemaßnahmen in Naturschutzflächen umzuwandeln.

Die beiden reich bebilderten Broschüren "Geschützte Pflanzen in Wien" (120 Seiten) und "Biotopschutz in Wien" (56 Seiten) können kostenlos bei der Wiener Umweltschutzabteilung bestellt werden:

o Foldertelefon: 01/4000-88220 o E-Mail: uk@m22.magwien.gv.at

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) vor

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Dr. Mathilde Urban
Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22
Qualitätsmanagement & Public Relations
Tel.: 4000/88303
E-Mail: mathilde.urban@wien.gv.at
www.umweltschutz.wien.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0004