Hilfswerk-Präsident Othmar Karas: "Kinder- und Altenbetreuung sind die Themen des Jahres 2008!"

"Pflege und Spenden nicht gegen Steuerreform ausspielen - Wohlfahrtsgewinne endlich lukrieren!"

Wien (OTS) - Für Hilfswerk-Präsident Othmar Karas sind Österreichs Themen des Jahres 2008 klar: die Betreuung von Kindern und älteren Menschen! "Wer die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nur als kurzfristigen Kostenfaktor sieht, ist auf dem Holzweg!", sagt Karas. "Im Gegenteil: die Förderung von passenden sozialen Angeboten ist nicht nur für die betroffenen Menschen absolut notwendig, sondern mittelfristig auch für den Staat ein gutes Geschäft, weil sich mehr Menschen in den Arbeitsprozess einbringen können. Deshalb ist es unsinnig, die Verbesserung dieser Angebote gegen eine Steuerreform auszuspielen.", so Karas weiter.

"Ein Beispiel ist die längst ausverhandelte Absetzbarkeit der Spenden von der Steuer. Das IHS errechnet einen klaren Wohlfahrtsgewinn, drei Ministerien und die größten Non-Profit-Organisationen erarbeiten gemeinsam einen fertigen Gesetzesentwurf und trotzdem wird die Umsetzung ständig verzögert. 2008 muss es endlich soweit sein. Die Verzögerung kostet Geld, nicht die Einführung!", so Karas.

"Bei der Pflegefinanzierung ist es ähnlich. Der Kompetenzdschungel in Österreich und die Doppelgleisigkeiten in Bund und Ländern kosten Geld, während es gleichzeitig für die Betroffenen ungerechte Mehrbelastungen gibt, wenn sie das Pech haben, in einem Bundesland zu leben, wo es weniger Unterstützungen gibt.", so Karas weiter. "Eine Bundesstaatsreform ist überfällig, und sie muss auch die Gesundheits-und Sozialpolitik miteinbeziehen!", so Karas weiter.

Landeshauptleute-Gipfel gut, aber nicht ausreichend

"Es ist zwar gut, dass die Landeshauptleute die Herausforderungen der Pflege ernst nehmen, aber ohne Beteiligung des Bundes kann eine solche Konferenz gar nicht entscheidend vorankommen. Ich erneuere daher die Forderung, dass sich die Verantwortlichen nach dem verbalen Schlagabtausch endlich wieder gemeinsam mit den Experten an einen Tisch setzen und im Sinne der betroffenen Menschen lösungsorientiert zusammenarbeiten, statt diese Menschen zu verunsichern. Mein Wunsch für 2008 ist, dass sich alle Personen, die sich jetzt zum Thema Pflege einbringen, auch am Jahresende wieder in die Augen schauen können.", so Karas abschließend.

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