Wien (SK) - "Wie die Grünen ihr NEIN zum Tschad-Einsatz mit ihrem Bekenntnis zu Auslandseinsätzen, zu menschenrechtlichen Notwendigkeiten und aktiver Solidarität in Einklang bringen wollen, konnte Grünen-Chef Van der Bellen in der heutigen ORF-"Pressestunde" wieder nicht erklären. Ursprünglich einen Dafur-Einsatz zu befürworten, aber nun gegen die Tschad-Mission im Auftrag der Vereinten Nationen zu sein, ist mehr als widersprüchlich", so der außenpolitische Sprecher der SPÖ, Andreas Schieder, am Sonntag. "Es ist traurig, dass die Grünen sich an der Panikmache der FPÖ beteiligen." ****
"Offensichtlich nimmt Peter Pilz in dieser wichtigen außenpolitischen Frage die gesamte Grüne Parteiführung in Geiselhaft. Die Europäische Union und auch das österreichische Bundesheer gehen dorthin, um für hunderttausende Menschen eine Chance zum Überleben zu sichern."
"Es geht darum, dass hunderttausende Menschen in der Region wieder halbwegs leben können. Das ist internationales Engagement - dass sich die Grünen davon abmelden, ist sehr bedauerlich. Damit verspielen die Grünen jegliche Glaubwürdigkeit, wenn es um aktive Neutralitätspolitik geht.
Der Einsatz findet aufgrund eines UNO-Mandats statt, erinnerte Schieder; Österreich beteiligt sich mit rund 160 Soldatinnen und Soldaten, die sich freiwillig gemeldet haben. "Jeder Einsatz, jede Friedensmission, auch der UNO und EU, hat ein Risiko. Die Vorbereitung wird bestmöglich durchgeführt. Die Ausbildung und die technische Ausrüstung sind auf bestmöglichem Stand", so Schieder abschließend. (Schluss) ah/mm
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