- 16.11.2007, 09:39:59
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Neue Impulse für Innovation, Wachstum und Beschäftigung
Papierindustrie legt Forschungs- und Innovationsagenda 2020 vor
Wien (PWK882) - Vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen wie
Klimawandel, Ressourcenknappheit und dynamischer
Bevölkerungsentwicklung arbeitet die österreichische Papierindustrie
mit Hochdruck an der innovativen Weiterentwicklung ihrer Technologien
und Produkte. Im Rahmen der europäischen Technologieplattform Forst
Holz Papier (Forest-based sector Technology Platform, FTP) legt
Austropapier, die Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie,
jetzt gemeinsam mit der ÖZEPA, der Österreichischen Vereinigung der
Zellstoff- und Papierchemiker und -techniker, eine Zusammenstellung
der Top-Forschungsthemen vor.
"Die Papierindustrie kann auch in Zukunft höchst innovative
Produkte und Dienstleistungen anbieten. Um neue Impulse für Wachstum
und Beschäftigung zu setzen, benötigen wir wissenschaftliche
Durchbrüche, die unsere Betriebe in wirtschaftliche Leistungskraft
verwandeln können. Die wichtigsten Projekte werden von
Erfolgsfaktoren wie Rohstoff-verfügbarkeit, nachhaltiger
Ressourcennutzung und Energieeffizienz getrieben und können
überproportionale Hebelwirkung auf zusätzliche Investitionen
ausüben", unterstrich DI Franz Tauber, Technischer Direktor der Mondi
Packaging Paper und ÖZEPA-Präsident anlässlich der hochrangig
besetzten Herbsttagung der Österreichischen Papierindustrie in
Frantschach - St. Gertraud. "Mit der stofflichen Nutzung von Holz und
der anschließenden bioenergetischen Verwertung der Reststoffe wie der
flüssigen Biomasse-Lauge erzielen wir höchstmögliche Wertschöpfung
und Arbeitsplatzeffekte. Die Erzeugung hochwertiger Bio-Energie in
Kombination mit der Rückgewinnung wertvoller Holzbestandteile und
deren Einsatz als Rohstoff für Werkstoffe und Spezialchemikalien
("green chemicals") eröffnet in Form von "Holz-Bioraffinierien"
enorme Chancen für die Zukunft. Die weltweit erfolgreiche heimische
Anlagen- und Maschinenbauindustrie ist dabei für uns ein
unersetzlicher Partner. Gerade Österreich als waldreiches Land muss
hierbei durch entsprechende Stimulierung von Investitionen eine
führende Rolle einnehmen. Auch die Forschungsförderung durch FFG und
Klima- und Energiefonds kann durch sinnvoll eingesetzte Mittel
maßgeblich dazu beitragen, die österreichische
Technologieführerschaft in diesem Sektor auszubauen."
Dr. Wilhelm Vorher, EU-FTP Project Director, sieht den Sektor
Forst - Holz - Papier mit der Technologieplattform auch für das 7.
EU-Forschungsrahmenprogramm, das in den kommenden Jahren über 50
Milliarden Euro an Forschungsmitteln vergibt, gut aufgestellt. "Die
Entwicklung neuer innovativer Produkte mit hervorragenden
Produkteigenschaften und gesteigertem Kundennutzen ist ein Faktor für
nachhaltig erfolgreiches Wachstum der Zellstoff- und Papierindustrie.
Die Nachhaltigkeit ihrer Prozesse und Produkte macht die
Papierindustrie zu einem Schlüssel der bio-basierten Gesellschaft,
die einen der wichtigsten Megatrends unserer Vision 2030 darstellt."
Weitere Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren Univ.Prof.Dr.
Wolfgang Bauer (Institut für Zellstoff-, Papier und Fasertechnologie
der TU Graz), Dr. Theresia Vogel-Lahner (FFG), Ladislaus Döry
(Sprecher der Österreichischen Plattenindustrie, Präsident EPF), Dr.
Bernhard Rebernik (Andritz AG), Sektionschef DI Gerhard Mannsberger
(Lebensministerium) und Dr. Eveline Steinberger (Klima- und
Energiefonds).
Austropapier - Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie
Austropapier repräsentiert - gemeinsam mit dem Fachverband der
Papierindustrie - die Unternehmen der österreichischen
Papierindustrie. 27 Betriebe erzeugen jährlich über fünf Millionen
Tonnen Papier, Karton und Pappe. Sie stellen fast 10.000
Arbeitsplätze direkt bereit und tragen zur Einkommenssicherung von
hunderttausenden Menschen in der heimischen Forst- und
Holzwirtschaft, in der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie und
dem Druck- und Grafik-Sektor bei.
Papier begleitet uns Tag für Tag in vielen wichtigen Produkten. Der
Einsatz der erneuerbaren Rohstoffe Holz und Altpapier, die
Wiederverwertung der Rückstände als Rohstoff, höchste
Energieeffizienz der Anlagen und enorme Investitionen zur
Verbesserung der Umweltsituation gehören zu den Grundpfeilern der
nachhaltigen Wirtschaftsweise. Mit attraktiven Job-Angeboten,
konsequenter Aus- und Weiterbildung, modernen und gut bezahlten
Arbeitsplätzen sowie der Bündelung von Forschung, Entwicklung und
Innovation sichert der Sektor nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit der
österreichischen Standorte. (US)
Nähere Informationen: Mag. Patrick Mader, Tel. 01-58886-273, Fax
01-58886-222, [email protected], www.austropapier.at
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband der Papierindustrie
Mag. Patrick MADER
Tel: +43 (0)1 588 86
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