- 16.11.2007, 09:36:38
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Wiener Jugendanwalt fordert Verschärfung des Waffengesetzes
Aktueller Fall deckt Missstand bei Vorschriften für Schützenvereine auf
Wien (OTS) - Wie der Fall des 13 - jährigen Schülers an dem Wiener
Wasa - Gymnasium zeigt, sind die eigenen Kinder und die anderen
Menschen vor Waffennarren nicht sicher.
Der Vater des Kindes behauptete - Medienberichten zufolge - dass er
es als seine erzieherische Aufgabe betrachte, seinem Sohn das
Schießen beizubringen. Sollte der Bub wirklich seinen Mitschülern
damit gedroht haben, eine Waffe seines Vaters mit in die Schule zu
nehmen und womöglich herumzuballern, erkennt man die Früchte dieser
pädagogischen Einstellung.
Umso erschreckender ist aber die Tatsache, dass das österreichische
Waffengesetz es ermöglicht in Schützenvereinen auch unter 18jährige
gesetzeskonform schießen zu lassen. Nur die vereinsinternen
Regelungen seien hier einzuhalten, diese werden aber nicht nach dem
Waffengesetz in Bezug auf Altersgrenzen geregelt. Hier sei eine
Änderung des Waffengesetzes unabdingbar.
Der aktuelle Fall zeige genau, dass es nicht um präventive Erziehung
gegen Gewalt gehe, sondern im Gegenteil, aggressives Potential bei
Kindern verstärkt werde.
Es sei absolut entbehrlich, dass sich Kinder legal an Waffen und
deren Gebrauch gewöhnen können,
so der Wiener Jugendanwalt Schmid, der eine sofortige diesbezügliche
Verschärfung des Waffengesetzes fordert.
Rückfragehinweis:
Kinder- & Jugendanwaltschaft Wien
Herr Dr. Anton Schmid
Tel: (++43-1) 70 77 000
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