• 12.11.2007, 11:11:01
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Pirker: EU-Kommission soll gegen organisierte Bettelbanden vorgehen

Sicherheitssprecher des ÖVP-Europaklubs stellt dringliche Anfrage an die EU-Kommission

Straßburg, 12. November 2007 (ÖVP-PD) "Europas Städte werden
immer häufiger von organisierten Bettlerbanden heimgesucht. Das ist
kein einzeln auftretendes Phänomen, sondern ein organisiertes und
Überhand nehmendes Problem. Ich fordere die Europäische Kommission
daher auf, im Interesse der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger
Europas ein Maßnahmenpaket vorzulegen, um dieses Problem zu lösen",
sagte heute der Sicherheitssprecher des ÖVP-Europaklubs im
Europäischen Parlament, Dr. Hubert Pirker. Die ÖVP-
Bezirksvorsteherin des ersten Wiener Gemeindebezirks, Ursula
Stenzel, hatte sich mit der Bitte um Unterstützung an den
Sicherheitsexperten Dr. Pirker gewandt, der darauf hin eine
dringliche Anfrage an die EU-Kommission stellte. "Ob in Wien,
Paris, Brüssel, Klagenfurt oder Graz das Bild ist überall dasselbe:
Die europäischen Bürgerinnen und Bürger fühlen sich von den
Bettlern belästigt und oft sogar bedroht. Gegenmaßnahmen sind
dringend geboten - hier kann die Europäische Union einen Mehrwert
bringen", so Pirker. ****

Der ÖVP-Europaparlamentarier wies darauf hin, dass es sich bei
den Bettlern in Europas Städten bei weitem nicht immer um
bedürftige Einzelpersonen handle, die das Mitleid der Menschen zu
Recht verdienten. "Das Bettlerwesen ist vielmehr gut organisiert -
der Ausdruck 'Bettlermafia' wird nicht zu Unrecht verwendet", so
Pirker. "Viele dieser organisierten Bettlergruppen stammen aus
Osteuropa, wo kriminelle Bandenbosse viel Geld damit verdienen,
Leute in westeuropäischen Städten betteln zu lassen, um ihnen die
Einnahmen dann sofort abzunehmen. Häufig werden auch Kinder
eingesetzt, wodurch die organisierte Bettelei zur Ausbeutung der
Ärmsten wird", sagte Pirker.

Manche EU-Mitgliedstaaten hätten auf Grund dieser Situation
bereits Regelungen erlassen, um gegen das organisierte Bettlerwesen
vorzugehen. Für Pirker gibt es jedoch auch einen europaweiten
Ansatz, da die Organisation und die Aufteilung der Bettlergruppen
ebenfalls grenzübergreifend vorgehen. In seiner dringlichen Anfrage
an die Kommission will Pirker nun wissen, welche Daten zum Problem
der organisierten Bettlerbanden der Kommission bereits vorliegen
und welche Maßnahmen die Kommission auf Basis dieser Daten gegen
das organisierte Betteln unternehmen will.

"Wir müssen sehr genau unterscheiden zwischen den Mitbürgern,
die unsere Hilfe benötigen und jenen, die organisiert und
berufsmäßig das Mitleid der Menschen ausnutzen. Ich halte es daher
für angemessen, die EU-Kommission mit dieser Frage zu befassen und
gemeinsam zu Lösungen zu kommen, die uns von Bettelbanden befreien
können", sagte Pirker abschließend.

Rückfragen: Dr. Hubert Pirker MEP, Tel.: +33-3-8817-5766
([email protected]) oder Mag. Philipp M.
Schulmeister, EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21
([email protected])

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