• 13.02.2007, 12:16:25
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  • OTS0147 OTW0147

Warnung vor Mobilfunkstrahlen durch Experten neuerlich bestätigt

Ärztekammer fordert Beilegung von Warnhinweisen bei Kauf von Handys

Wien (OTS) - Die Wiener Ärztekammer sieht ihre Warnung vor
möglichen Gefahren durch Mobilfunkstrahlen in den heute, Dienstag,
veröffentlichten Studien der Umweltanwaltschaften "voll und ganz"
bestätigt. In diesen Arbeiten wird eine biologische Wirkung durch
elektromagnetische Felder des Mobilfunks am Menschen auch unterhalb
der derzeitigen EU-Richtwerte nachgewiesen. Zudem weisen die
Untersuchungen zu Exposition durch Mobiltelefonie auf ein erhöhtes
Risiko von bestimmten Hirntumoren hin. ****

"Damit zeigt sich einmal mehr, dass unsere Warnungen und die von
uns herausgegebenen '10 medizinischen Handy-Regeln' im Sinne eines
umfassenden Vorsorgegedankens mehr als berechtigt waren", betont dazu
der Wiener Ärztekammerpräsident Walter Dorner. Solange man
gesundheitliche Gefahren durch Mobilfunkstrahlung nicht 100-prozentig
ausschließen könne, werde die Ärztekammer die österreichische
Bevölkerung daher auch weiterhin zu einem sorgsamen Umgang mit
Mobiltelefonen auffordern.

Auch schließt sich Dorner der Forderung der Wiener
Umweltanwaltschaft nach einer gesetzlichen Regelung an, die
Strahlungsexposition für die Bevölkerung so gering wie möglich zu
halten. Dorner weist darauf hin, dass sich auch das
Gesundheitsministerium bereits in vielen Punkten den Warnungen der
Ärztekammer angeschlossen habe. Eine Empfehlung des Obersten
Sanitätsrates decke sich in vielen Punkten mit den Warnungen der
Ärztekammer.

Mobilfunkindustrie muss sich ihrer Verantwortung stellen

Dorner fordert, dass auch die Mobilfunkindustrie sich ihrer
Verantwortung stellen und endlich entsprechende Schritte setzen muss:
"Ich will, dass zukünftig bei jedem verkauften Handy ein Hinweis
beigelegt wird, der auf die möglichen Gefahren durch
Mobilfunkstrahlung unmissverständlich hinweist."

Dass Österreich hier weit hinter anderen vergleichbaren Staaten
nachhinkt, zeigt unter anderem das Beispiel Frankreich. Dort muss
seit 2003 bei jedem Handykauf vom Händler eine Informationsbroschüre
über einen vorsorglichen Umgang mit dem Mobiltelefon beigelegt
werden. In diesem - der Ärztekammer vorliegenden - Folder des
französischen Gesundheitsministeriums wird unter anderem darauf
hingewiesen, dass man während des Autofahrens nicht telefonieren
soll, auch nicht mit einer Freisprecheinrichtung. Außerdem sei
Vorsicht geboten bei Zonen mit schlechtem Empfang, und Kinder sollten
Handys überhaupt nur reduziert gebrauchen. Auch wird empfohlen, sich
während des Mobiltelefonierens möglichst wenig zu bewegen, um so die
Strahlenexposition niedrig zu halten. Weiters soll ein entsprechender
Abstand zum Handy gehalten werden, insbesondere zu den sensiblen
Bereichen des Körpers.

"Vor allem bei den sehr jungen Mobiltelefon-Nutzern, also bei
Kindern und Jugendlichen, ist Vorsicht geboten", so der Wiener
Ärztekammerpräsident. Zu diesem Zweck habe die Ärztekammer auch die
Plakate mit den "10 medizinischen Handyregeln" veröffentlicht, die
aufgrund der vielen Nachfragen aus dem Ausland bereits in mehrere
Sprachen übersetzt worden sind. Dorner: "Ich strebe einen sorgsamen
Umgang mit Handys an. Mobiltelefone sind aus unserem Alltag nicht
mehr wegzudenken und haben teils durchaus positiven Nutzen. Dennoch:
Solange anhand von wissenschaftlichen Studien gesundheitliche Folgen
nicht gänzlich ausgeschlossen werden können, bleiben wir bei unseren
Warnungen hinsichtlich eines sorglosen Umgangs mit dem Handy." (kp)

(S E R V I C E : Plakat-Download auf der Homepage der Ärztekammer
für Wien unter http://www.aekwien.at/media/Plakat_Handy.pdf;
Patienten können die Plakate kostenlos in der Pressestelle der
Ärztekammer für Wien unter Tel. 01 / 515 01 - 1223, Fax: 01 / 515 01
- 1289, E-Mail: [email protected], anfordern.)

Rückfragehinweis:

Ärztekammer für Wien - Pressestelle
   Mag. Kristin Posch
   Tel.: (++43-1) 51501/1223 
   Fax: (++43-1) 51501/1289
   mailto:[email protected]
   http://www.aekwien.at

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