Neues Volksblatt: "Regieren" (von Michaela Ecklbauer)

Ausgabe vom 8. Jänner 2007

Linz (OTS) - Je näher das selbst gesetzte Datum für ein Ende der Koalitionsverhandlungen rückt, desto beweglicher zeigen sich beide Seiten. Die ursprünglich weit überzogenen Finanzwünsche wurden in trauter Einigkeit - Minister Grasser und SPÖ-Finanzsprecher Matznetter haben zum Du gefunden - auf eine Milliarde Euro Mehrausgaben zusammengestutzt. Die Studiengebühren werden voraussichtlich nicht ganz abgeschafft, aber auch nicht wie bisher beibehalten - sowohl SPÖ als auch ÖVP werden das Gesicht wahren. Und die Eurofighter sind seit neuestem für SPÖ-Chef Gusenbauer keine ideologische, sondern eine Finanzfrage. Dann wird wohl der Rechenstift die Entscheidung bringen.
Dass eine Große Koalition, die sich in inhaltlichen Fragen - wenn auch auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner - findet, nun noch an der Personalfrage scheitern soll, ist ziemlich ausgeschlossen. Beide Parteien, SPÖ wie ÖVP, haben sich bei den Verhandlungen nun schon so weit aus dem Fenster gelehnt, dass die Seite, die einen Abbruch herbeiführt, im Image nur verlieren kann. Jetzt muss einmal regiert werden! Wie lange - das steht auf einem anderen Blatt Papier.

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