Mainoni widerspricht Gusenbauer: Eurofighter ist nicht die teuerste Lösung

Eurofighter-Kauf hat positive Auswirkungen auf Österreichs Wirtschaft und ist Investition in europäische Technologie

Wien (BMVIT/MS) - "Der Eurofighter-Kauf ist nicht die teuerste Lösung zur Luftraumüberwachung, sondern stellt eine nachhaltige Investition in die heimische Wirtschaft und einen Fortschritt in den internationalen Forschungskooperationen dar", stellt BZÖ-Forschungsstaatssekretär Mag. Eduard Mainoni am Freitag fest und widerspricht damit dem SPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer. Dieser meinte in der gestrigen ZIB2, dass die bestellen 18 Eurofighter die teuerste aller Lösungen sei, die SPÖ aber die billigste Lösung wolle.

Das Bekenntnis zur Luftraumüberwachung wurde von den Koalitionsverhandlern bereits außer Streit gestellt. Mainoni dazu:
"Daher muss die SPÖ nun auch zur sinnvollsten Lösung für Österreich stehen und nicht kurzfristige Investitionen von Übergangslösungen ins Auge fassen, die keine Nachhaltigkeit für Österreich als Wirtschafts-und Forschungsstandort besitzen. Gusenbauer lässt anscheinend bewusst den nicht unwesentlichen Teil der Offset-Geschäfte unter den Tisch fallen. Alleine die bereits abgewickelten Gegengeschäfte haben der österreichischen Wirtschaft enormen Aufwind gegeben, schaffen tausende Arbeitsplätze und machen den Kauf des Eurofighters damit zu einer sinnvollen Investition", betont Mainoni. Außerdem würde Österreich mit dem Kauf bei EADS in europäische Technologien investieren und damit den EU-Raum stärken.

Bei der Vertragsunterzeichnung 2003 wurde ein Gegenwert an Gegengeschäften von 4 Milliarden Euro bis 2018 vereinbart. Enormes Potential haben die Gegengeschäfte aber vor allem für die heimische Forschungscommunity. "Das BMVIT plant mit seiner eigenen Technologieplattform weitere Offset-Projekte nach Österreich zu bekommen", sagt Mainoni. Großes Augenmerk wird dabei auf "vier Schlüsseltechnologieprojekte" gelegt, die nach Angaben Mainonis "bereits die Gegenwertsumme von 100 Millionen Euro" überschritten haben und einen enormen Mehrwert für die österreichische Luftfahrtindustrie bedeuten.

Zu diesen Schlüsseltechnologieprojekten gehören eine neuartige Brennstoffzelle zur Energieversorgung an Bord von Flugzeugen, die Projekte 'Structural Health Monitoring' (intelligente Strukturen erkennen rechtzeitig Materialermüdungen und -schäden) sowie 'REDUX' (robotergestützte Nähtechnik für Faserverbindungen) und eine neue Methode zur Nutzung von Titan. "Die österreichischen Forschungsergebnisse erregen bereits jetzt internationales Interesse", sagt der BZÖ-Staatssekretär. Bei erfolgreicher Einführung dieser Systeme könnte Österreich die Technologieführerschaft übernehmen. "Die Offset-Geschäfte haben unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Österreich konnte sich als internationaler Partner für neue Forschungsprojekte etablieren und wird davon auch noch in vielen Jahren profitieren können." (Schluss)

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