Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Traum und Wirklichkeit (von Claudia Grabner)

Ausgabe 5. Jänner 2007

Klagenfurt (OTS) - Der Wähler ist kein geistiges Nackerpatzi: Dass von teuren Wahlversprechen nicht viel mehr als die Hälfte wasserdicht bleibt, ist für die Optimisten unter den Realisten von vornherein festgestanden. Das skeptischere Naturell hat sicherheitshalber um drei Viertel reduziert. Nun: Es ist mehr geworden (an Abstrichen). Von neun Milliarden Euro, die diverse rot-schwarze Vorhabenspläne gekostet hätten, haben gerade einmal zwei bis 2,5 Milliarden "überlebt".
Vorerst überlebt. Denn: Das erklärte Ziel der ÖVP wird es sein, die zusätzlichen finanziellen Leckerbissen auf 1,5 Milliarden abzuspecken. Wie das geht, wenn alleine die schwarze Eurofightergaudi zwei Milliarden verschlingt (ohne der jährlichen Erhaltungskosten von knapp 200 Millionen)? Nun - zu vermuten steht, dass die Abfangjäger nicht als Zusatzbelastung gelten. Man hat sich darauf seit geraumer Zeit eingestellt.
Wahrscheinlich muss Österreich den finanziellen "Zusammenstreichern" zu guter Letzt dankbar sein. Das ist ernst gemeint. Ohne den leisesten Funken Ironie. Warum? Weil der Wähler (weil dieser kein geistiges Nackerpatzi ist, siehe oben) aus Erfahrung gelernt hat:
Bislang wurde noch jedes Wahlzuckerl von ihm selbst bezahlt. Also:
Kein griesgrämiger Ärger sondern - Handkuss ...

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