Stellungnahme des BoeGK zum Thema "Ausbildungsreform für die Pflegeberufe"!

Wien (OTS) - Die Verbände der Pflegeberufe haben schon vor Jahren gemeinsam mit der ÖGB-Fachgruppe ein Modell zur Ausbildungsreform für die Gesundheits- und Krankenpflegeberufe erarbeitet (siehe www.boegk.at), im BMGF vorgestellt und seither mit den verantwortlichen PolitikerInnen darüber diskutiert.

Deutschland, Luxemburg und Österreich sind innerhalb der EU-25 die letzten Länder, welche die Matura noch nicht als Voraussetzung für die Fachausbildung des "Gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege" etabliert haben. Alle Beitrittskandidaten haben die Reform bereits umgesetzt.

Für die Pflegenden in Österreich können sich aus diesem Umstand eine Reihe von Nachteilen ergeben, die eine noch geringere Motivation zur Berufswahl bei jungen, für die professionelle Pflege geeigneten, Menschen bewirken werden.

Wenn die verantwortlichen PolitikerInnen die professionelle Pflege sichern, geeignete junge Menschen in ausreichender Anzahl für die Pflege gewinnen und professionelle Pflege auf hohem Niveau gewährleisten sowie Verschiebungen von medizinischen Aufgaben der ÄrztInnen (TurnusärztInnenausbildungsdiskussion) zu den Pflegenden vornehmen wollen, dann ist die Umsetzung der Reform mehr als überfällig.

Völlig unverständlich sind die regelmäßig erscheinenden Beiträge aus der Österreichischen Ärztekammer, in denen sie sich entgegen ihren eigenen Interessen gegen diese Ausbildungsreform aussprechen.

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Franz Allmer
Präsident des Berufsverbandes österreichischer Gesundheits- und
Krankenpflegeberufe - BoeGK
Tel. Nr.: +43 676 908 83 39
www.boegk.at ; office@boegk.at

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