Junge Generation in der SPÖ, Prischl: Abschaffung der Studiengebühren bleibt weiterhin oberstes Ziel

Kündigung von Lehrlingen löst Lehrstellenproblem nicht

Wien (SK) - Im Rahmen der laufenden Koalitionsverhandlungen, ist für die Junge Generation in der SPÖ die Abschaffung der Studiengebühren auch weiterhin ein wichtiges Thema. Studiengebühren führen zu sozialer Selektion und stellen eine Barriere zum freien Hochschulzugang dar. "Bei der Diskussion aller eventuellen Kompromisse ist neben diesem Umstand auch die Tatsache zu berücksichtigen, dass die Rahmenbedingungen für berufstätige Studierende, z.B. durch ein entsprechendes Angebot an Lehrveranstaltungen, verbessert werden müssen", so Alexander Prischl, Bundesvorsitzender der Jungen Generation in der SPÖ. ****

Bei der Diskussion um eine Mindeststudienzeit und allfällige Toleranzsemester, darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass die derzeitige Situation an den Universitäten ein Studium in der Mindeststudienzeit durch die schlechten Rahmenbedingungen gar nicht zulässt. Prischl weiter: "Die Universitätspolitik einer SPÖ geführten Bundesregierung muss sich daher genau um jene bekannten Probleme an den österreichischen Universitäten kümmern."

Auch die Diskussion um die Kündigung von Lehrlingen zielt am eigentlichen Problem vorbei, da dadurch kein einziger Lehrplatz geschaffen wird. Schon die Förderungen in Millionenhöhe für Lehrbetriebe in den letzten Jahren haben gezeigt, dass dies nicht zu einer Entspannung am Lehrstellenmarkt führt. Die Lösbarkeit von Lehrverträgen ist jetzt schon für 12 bis 20 Prozent der Lehrlinge durch einvernehmliche Auflösungen Realität. Zur Lösung der Lehrstellenproblematik ist es vielmehr notwendig bei fehlenden betrieblichen Ausbildungsplätzen überbetriebliche Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen. "Die Wirtschaft ist daran zu erinnern, dass Lehrausbildung eben Ausbildung bedeutet und nicht Beschäftigung. Diese Verantwortung entweder wahrgenommen, oder den Jugendlichen eine Alternative geboten werden", so Prischl weiter.

Prischl abschließend: "Die Junge Generation in der SPÖ vertraut in den letzten Verhandlungstagen darauf, dass in einer zukünftigen Bundesregierung eine sozialdemokratische Handschrift deutlich sichtbar ist." (Schluss) up/mp

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