VP-Gerstl zum Problem "Schwarzfahrer": Stadt Wien soll Betriebskostenzuschüsse für Wiener Linien kürzen

Rigorosere Kontrollen oder Zugangsbarrieren gefordert

Wien (VP-Klub) - "Das Maß ist voll. Wie kommen die Steuerzahler
und zahlenden Fahrgäste dazu, Schwarzfahren zu unterstützen", so LAbg. Wolfgang Gerstl, Verkehrssprecher der ÖVP Wien. Fahrgäste der Wiener Öffis, die brav ihre Fahrkarten lösen, werden dreifach zu Kasse gebeten: Einmal als Wiener Steuerzahler durch die Betriebszuschüsse der Stadt Wien an die Wiener Linien, dann durch das Auffangen der Kosten, die durch die Schwarzfahrer verursacht werden und zu guter Letzt durch die hohen Fahrscheinkosten. "Jeder 20. Fahrgast fährt ohne Fahrschein. Eine Zahl, die die Wiener Linien veranlassen sollte, ihre Kontrollmaßnahmen gegen Schwarzfahrer weiter zu intensivieren", so der VP-Verkehrssprecher.

Von der Stadt Wien erhalten die Wiener Linien knapp mehr als 244 Millionen Euro Betriebskostenzuschuss, neben einem Investitionszuschuss von weiteren mehr als 120 Millionen Euro, wobei rund 20 Millionen gleich wieder für Schwarzfahrer draufgehen. Gerstl fordert Konsequenzen, da die Wiener Linien offenbar nicht im Stande sind, das Problem "Schwarzfahrer" - seit Jahren steigt deren Zahl -in den Griff zu bekommen: "Die Zahlungen - die so genannten Betriebskostenzuschüsse - der Stadt Wien sollten gekürzt werden."

Dem VP-Verkehrssprecher fehlen zudem Maßnahmen gegen die Fahrgäste ohne Fahrkarte von Seiten der Wiener Linien. Er schlägt verstärkte Kontrollen oder die Einrichtung von Zutrittsbarrieren, wie sie in vielen Ländern gang und gäbe sind, die nur mit einer gültigen Fahrkarte überwunden werden können, vor. Auch sollte durch öffentlichkeitswirksame Maßnahmen dem Schwarzfahren der Nimbus des Kavaliersdelikts genommen werden, ergänzt Gerstl.

Das im Zuge der EM 2008 geplante Sicherheitssystem, das die U-Bahnstation beim Ernst-Happel-Stadion bei großem Andrang abriegelt, begrüßt Gerstl. Jedoch sollte dieses ausgeweitet werden und den Zutritt nur mit einer gültigen Fahrkarte ermöglichen. Nur so könnten die Kosten des Schwarzfahrens, die voraussichtlich während der EM 2008 weiter steigen, minimiert werden und den Steuerzahler-Anteil, bei Ausweitung des Systems, langfristig reduzieren.

"Die Wiener Linien müssen sich rasch etwas überlegen - dann könnten auch die Fahrpreise, wenn schon nicht gesenkt, so zumindest stabil gehalten werden. Noch rigorosere Kontrollen oder effiziente Zugangsbarrieren sollten überlegt und umgesetzt werden. Wenn sich jedoch an der jetzigen Situation nichts bessert, muss es für die Wiener Linien Konsequenzen haben - wie kommen die Steuerzahler dazu, die Schwarzfahrer zu subventionieren", schließt Gerstl.

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