Behindertenanwalt Haupt zu Welt-Braille Tag: "Als Behindertenanwalt werde ich mich auch in Zukunft für die Anliegen sehbehinderter und blinder Menschen einsetzen"

Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen "Welt-Braille Tages" kann

Mag. Herbert Haupt eine positive Bilanz seiner Tätigkeit als Behindertenanwalt der letzten 12 Monate aufweisen.

Viele Anfragen, die im letzten Jahr an das Büro des Behindertenanwaltes gerichtet waren, betrafen bauliche Barrieren in öffentlichen Gebäuden, wie das Fehlen von Leitsystemen für Blinde und schwer Sehbehinderte.

Der Behindertenanwalt hat sich schon im letzten Jahr für die fristgerechte Umsetzung der Etappenpläne eingesetzt.

Es wurden zahlreiche Gespräche mit den Verantwortlichen aus den verschiedenen Ministerien geführt, wodurch u.a. Verbesserungen im Bereich der inneren Sicherheit erreicht werden konnten sowie der barrierefreie Zugang zu Polizeidienststellen.

Auch hat sich die Interventionstätigkeit des Behindertenanwaltes auf den Bereich des öffentlichen Verkehrs (U-Bahn- ÖBB) erstreckt, um eine schnellere Umsetzung des Etappenplanes als vorgesehen ist, anzustreben.

Ein besonders wichtiges Anliegen des Behindertenanwaltes ist es, die barrierefreie Zugänglichkeit von Arztpraxen und Gesundheitseinrichtungen für Menschen mit Behinderungen zu erreichen.

In diesem Zusammenhang fordert Mag. Herbert Haupt vehement die Vergabe von Kassenverträgen nur an barrierefreie Ordinationen, was etwa im Burgenland seit 1998 gängige Praxis ist.

Nachdrücklich setzt sich der Behindertenanwalt für die Einbeziehung des gesamten Bildungsbereichs in die Gleichstellungsregelungen ein.

Menschen mit Sehbehinderungen oder Blinde sollten im Sinne der Integration nicht mehr von bestimmten Berufsgruppen ausgeschlossen werden (Lehr- bzw. Richteramt)

Auch wird der barrierefreie Zugang zur Informations- und Kommunikationstechnologie (neue Medien) für Menschen mit Sehbehinderung und Blinde gefordert.

Gerade für diese Zielgruppe sind der Zugang zum Arbeitsmarkt und der Verbleib im Erwerbsleben trotz fachlicher Eignung mangels individueller Lösungsangebote oft schwierig.

In diesem Zusammenhang ist die Bedeutung der Weiterführung der "Behindertenmilliarde"zu erwähnen, ein wichtiges Instrumentarium für die berufliche Integration von Menschen mit Behinderungen.

"Daher richte ich meinen Appell an die zukünftige Regierung, auf die Anliegen von Menschen mit Behinderungen nicht zu vergessen, um ein umfassendes gleichberechtigtes Miteinander in allen Lebensbereichen zu schaffen", so Haupt abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

BMSG - Behindertenanwaltschaft
Susanne Jarec-Diamantopoulos
Tel.: 0800 80 80 16
susanne.jarec-diamantopoulos@bmsg.gv.at
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