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Ausgabe vom Donnerstag, 4. Jänner 2007

Linz (OTS) - Kann jemand, der sich den Einsatz für die Menschenrechte auf die eigenen Fahnen heftet, den Tod eines Menschen als "gute Meldung" erachten? Wie berichtet, kann man das - wenn man Michael Genner heißt und Obmann des Vereines Asyl in Not ist.
Schon seine Anmerkungen über Innenministerin Liese Prokop haben Genner völlig diskreditiert. Dass er bis gestern Abend weder sein Pamphlet von der Vereinshomepage nahm noch zu einem Wort der Entschuldigung fand, ist unfassbar. Wobei es schon bemerkenswert ist, dass zwar - wie berichtet - ÖVP, SPÖ und BZÖ die pietätlosen Auslassungen dieses Herrn mit berechtigter Empörung kommentierten, dessen Gesinnungsfreunde aber schweigsam blieben. Immerhin ist Genners Verein auch Mitglied im Asylforum, einer Konferenz einschlägiger NGOs aus ganz Österreich. Die Wiener Grünen dürften überhaupt vergessen haben, dass sie sich im vergangenen Oktober im Gemeinderat noch für eine Finanzspritze an Asyl in Not stark gemacht hatten.
Geht er nicht freiwillig, ist es Sache des Vereins, den charakterlosen Obmann seiner Funktion zu entheben.

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