ÖAMTC zur Unfallbilanz: Verkehrssicherheitsziel wurde nicht erreicht

Kindersicherung im Fahrzeug ist mangelhaft - 60 Prozent der Kinder verunglückten als Pkw-Insassen

Wien (OTS) - Das Ziel des österreichischen Verkehrssicherheitsprogramms - weniger als 668 Getötete bei Straßenverkehrsunfällen - wurde nicht erreicht. 2006 starben 727 Menschen im Straßenverkehr. "Besonders dramatisch ist es immer noch um die Kindersicherung im Fahrzeug bestellt", erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. Die Zahl der getöteten Kinder im Straßenverkehr ist 2006 zwar leicht rückläufig (23 Getötete im Vergleich zu 2005 mit 25 getöteten Kindern), allerdings verunglückten die meisten Kinder (60 Prozent) als Pkw-Insassen. Einer aktuellen ÖAMTC-Erhebung zufolge sind rund ein Viertel der im Pkw transportierten Kinder im Fahrzeug nicht gesichert. "Dieses Ergebnis ist erschütternd", so Donosa. "Und die Eltern gehen bei der Gurtverwendung mit schlechtem Vorbild voran. 31 Prozent der Erwachsenen waren bei der ÖAMTC-Erhebung nicht angeschnallt."

Zahl der Verkehrstoten sinkt langsam - Eine Chronologie

1972 war mit 2.948 Todesopfern im Straßenverkehr negativer Spitzenreiter. Das sind mehr als viermal so viel Getötete wie heute. "1998 wurde erstmals die '1.000er Marke' unterschritten. Seit dem Jahr 2000 sinkt die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten weiter", erklärt die ÖAMTC-Expertin. Die Zahlen im Überblick (Quelle:
Statistik Austria):

  • 1961 (Beginn der Aufzeichnungen): 1.640 Getötete
  • 1970: 2.507 Getötete
  • 1975: 2.467 Getötete
  • 1980: 1.951 Getötete
  • 1985: 1.524 Getötete
  • 1990: 1.558 Getötete
  • 1995: 1.210 Getötete
  • 2000: 976 Getötete
  • 2001: 958 Getötete
  • 2002: 956 Getötete
  • 2003: 931 Getötete
  • 2004: 878 Getötete
  • 2005: 768 Getötete
  • 2006: 727 Getötete

"Die Statistik zeigt, dass sich gesetzliche Maßnahmen wie die Einführung der Helmpflicht, der Gurtpflicht etc. positiv auf das Unfallgeschehen ausgewirkt haben", erklärt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Zudem werden Fahrzeuge immer sicherer. Technische Innovationen wie Airbags, Fahrerassistenzsysteme, aber auch ein laufend verbessertes Rettungssystem tragen ebenfalls zur positiven Entwicklung bei. Außerdem steigt das Sicherheitsbewusstsein der Autofahrer. 120.000 Fahrzeuglenker haben allein im Jahr 2006 ein Fahrsicherheitstraining beim ÖAMTC absolviert.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Margret Handler
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0003