FCG-Gajdosik: Mehr Schwein im neuen Jahr - nicht für Lehrlinge

Nochmalige Verhandlung des Kündigungsschutzes von Lehrlingen ist gefordert

Wien (OTS) - Die geplanten Änderungen beim Kündigungsschutz für Lehrlinge müssen von den Koalitionsverhandlern noch einmal auf den Tisch gebracht werden. Lehrlinge könnten in Zukunft nach den ersten beiden Lehrjahren gekündigt werden und wären somit billige Arbeitskräfte, von denen sich die Firmen auch rasch wieder trennen könnten. Diese Tatsache ist für den Christgewerkschafter Gajdosik unvorstellbar.

"Den Lehrlingen wird mit den geplanten Änderungen jegliche Sicherheit genommen. Die Tatsache, dass den Jugendlichen mit dem Jahresende auch das Ausbildungsende droht, stimmt mich nachdenklich und das geplante Auffangnetz ist da nicht gerade das Gelbe vom Ei für die Lehrlinge. Ich frage mich ob die Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ überhaupt noch die Bedeutung des Wortes SOZIAL kennen", so Alfred Gajdosik FCG-Wien-Vorsitzender und Fraktionsvorsitzender der Gewerkschaft vida.

"Die Ausweitung der Maximalarbeitszeit auf 12 Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich fällt für mich nicht unter Flexibilisierung sondern Ausbeutung von Arbeitnehmer/innen. Gerade das haben wir Arbeitnehmervertreter/innen in den letzen Jahren immer zu verhindern versucht und jetzt stellen dieselben Personen diese Forderung. Ich glaube, dass hier noch einmal kräftig darüber nachgedacht werden muss, ob diese Maßnahmen einen einzigen zusätzlichen Arbeitsplatz bringen", so Gajdosik.

"In Zukunft sollte man bei Forderungen, die einen solch gravierenden Eingriff in die Arbeitswelt bedeuten, eine Mitgliederbefragung durchführen. Es kann nämlich nicht sein, dass einige wenige Personen Forderungen aufstellen, von denen dann zahlreiche Arbeitnehmer/innen betroffen sind, die nie die Möglichkeit hatten ihre Meinung kund zu tun", schließt Gajdosik.

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Alfred Gajdosik
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