Hofer: FPÖ will Agentur für erneuerbare Energie in Österreich ansiedeln

"Wer konkurrenzfähig bleiben will, muss auf erneuerbare Energien setzen"

Wien (OTS) - Schnell wachsende Pflanzen werden die
Energiewirtschaft von morgen dominieren. Die FPÖ fordert daher den Ausbau des Forschungszentrums Güssing zum ersten europäischen Kompetenzknoten für erneuerbare Energie.

FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer: "Statt Milliarden in EURATOM zu investieren, müssen Mittel für EURENEWABLE zur Verfügung gestellt werden. Diese neue Agentur könnte ihren Sitz in Güssing haben."

Pellets und damit Biomasse sind ein wesentliches Segment zukunftsorientierter Energiepolitik und von fossilen Importen unabhängigen Energie-Autonomie. Es bietet sich folglich an, ein Forschungszentrum für Pelletiertechniken mit optimierter Energieeffizienz auszubauen.

Biogene Treibstoffe sind unverzichtbar, um die Mobilität kommender Generationen sicher zu stellen. Es bietet sich demnach an, Forschungseinrichtungen für die Nutzbarmachung und Effizienzsteigerung "nachwachsender Treibstoffe" zu installieren und zu fördern.

Hofer: "Nein, Österreich, ist nicht das Land, in dem dies alles praktiziert wird oder auch nur konzipiert wurde. Es bleibt vorerst Skandinavien und hier an erster Stelle Schweden vorbehalten, den energiepolitischen Erfordernissen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden. Güssing hat aber bereits sehr viel getan und daher muss hier noch viel mehr als bisher unterstützt werden."

Zwischen schwedischen Städten ist ein regelrechter Wettbewerb entbrannt, welche Stadt als erste vollkommen energieunabhängig sein wird. Riesige, mit Pellets aus eigener Produktion betriebene Kraftwerke versorgen die Städte dezentral mit Strom und Wärme. Schwedische Autohersteller treiben die Erforschung und Optimierung biogener Treibstoffe mit Sorgfalt und Eile voran.

Über 40 Prozent der schwedischen Haushalte werden bereits mit Fernwärme versorgt. Trotz markant gestiegener Industrieproduktion ging der Öl-Anteil an der gesamten Energieversorgung des Landes von über 70 Prozent, binnen 30 Jahren, auf unter 30 Prozent zurück.

Die bereits vor Jahren für die Verbrennung fossiler Energieträger eingeführte CO2-Abgabe macht bereits 10 Prozent der schwedischen Staatseinnahmen aus. Diese Mittel fließen direkt in Erforschung und Förderung umweltverträglicher, nachhaltiger Energieprojekte.

Das schwedische Beispiel zeigt, was auch "kleine Länder" zu erreichen imstande sind, wenn ein Ziel erkannt, formuliert und in gemeinsamer Anstrengung aller relevanten Einrichtungen verfolgt wird.

Hofer: "In Österreich hinkt man dieser Entwicklung um wenigstens ein Jahrzehnt hinterher - trotz aller gegenläufigen Behauptungen des Umweltministers. Ob dieser auch in den kommenden Jahren Josef Pröll heißen wird oder nicht, so ist er jedenfalls gut beraten, sich an den schwedischen Vorgaben zu orientieren - im Sinne der Souveränität wie der Wettbewerbsfähigkeit unserer Heimat."

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