Jahresbilanz der ÖAMTC-Flugrettung (2)

Teure Alarmierungsumstellung

Wien (OTS) - Erhebliche Probleme gab es im Vorjahr vor allem in Ostösterreich mit der Notrufdisposition. Während in den meisten Bundesländern die Zahl der Fehleinsätze und Belassungen am Notfallort (für die oft nur leicht verletzten Personen war der Hubschraubertransport nicht notwendig) mit unter 20 Prozent im international üblichen Bereich lagen, waren für die ostösterreichischen Hubschrauber nahezu doppelt so viele Rettungsflüge unnötig. Noch dramatischer sieht die Zahl bei den nicht verrechenbaren Einsätzen aus, die in Ostösterreich auf für den ÖAMTC nicht mehr finanzierbare über 50 % stieg. Das aus den USA kommende Abfragesystem AMPDS der Lebig ermöglichte zwar eine praktisch lückenlose Erfassung gewünschter Hilfeleistungen über die Notrufnummer 144, gleichzeitig erhöhten sich die Fehleinsätze.

Flugrettung 365 Tage im Jahr betrieben ist kein Geschäft, wenn man sich so wie der ÖAMTC an die Grundsätze des Sozialstaates hält und mit Ausnahme der Alpinunfälle, Einsätze direkt mit der Sozialversicherung abrechnet, von der allerdings - nachträglich beurteilt - nur medizinisch notwendige Patienten-transporte mit einem nicht kostendeckenden Pauschale bezahlt werden.
Die Finanzierung der Flugrettung ist nur durch die enge Kooperation mit den Partnern Bundesministerium für Inneres, den einzelnen Bundesländern, Rotes Kreuz, Wiener Rettung, Österreichischer Bergrettungsdienst, sowie den beiden Versicherungen Generali und Uniqa und natürlich der über 1,6 Millionen ÖAMTC-Clubmitglieder möglich. Im Vorjahr wurde allerdings mit der gewaltigen Fehleinsatzsteigerung - vor allem in Ostösterreich - die Grenze der Finanzierbarkeit für den Club erreicht.

ÖAMTC-Flugrettungschef Kurt Nordberg: "Mit der Übernahme der Lebig durch das Land Niederösterreich sind wir aber zuversichtlich, dass im kommenden Jahr die Fehleinsatzrate wieder auf ein erträgliches Maß zurückgeht." Zusätzlich muss das bereits mehrere Jahrzehnte alte Verrechnungs-system mit der Sozialversicherung einvernehmlich auf neue Beine gestellt werden. Nordberg: "In der modernen Notfallmedizin müssen auch die Leistungen des Notarztes und nicht nur die Transportkosten honoriert werden. Auch die nachträgliche Beurteilung der medizinischen Notwendigkeit des Transportes per Hubschrauber ist nicht akzeptabel, denn schließlich hat auch der bestausgebildete Notarzt - wie es die Christophorus-Ärzte durchwegs sind - keine "Röntgenaugen"!"

Höchste Qualität

- Über 500 speziell ausgebildete Notärzte, Sanitäter des Roten Kreuz und der Wiener Rettung, Flugretter der österreichischen Bergrettung und 51 Piloten sorgen von 16 Ganzjahres-Stützpunkten aus für eine flächendeckende notärztliche Versorgung aus der Luft.

- Mit der HeliAir verfügt die ÖAMTC-Flugrettung über einen eigenen nach dem europäischen Luftfahrtgesetz zugelassenen Wartungsbetrieb.

- Ein umfassendes Qualitätsmanagement mit zwei hauptamtlichen Qualitätsmanagern garantiert qualifizierte notärztliche Hilfeleistung auf höchstem Niveau.

- Die bestmögliche Sicherheit für Crew, Passagiere und unbeteiligte Dritte wird auch durch die EC 135-Hubschrauberflotte gewährleistet. Der Christophorus Flugrettungsverein fliegt mit 20 Kategorie A-zugelassenen Hubschraubern der Leistungsklasse 1.

Internationale Verankerung

Wie der ÖAMTC ist auch der Christophorus-Flugrettungsverein international verankert. Er ist Gründungsmitglied der EHAC, der Vertretung der europäischen Luftrettungsunternehmen, und von "Airmed-Network", einer Interessensgemeinschaft der privaten Flugrettungsfirmen. Die ÖAMTC-Flugrettung ist außerdem Mitglied bei der weltweiten Bergrettungsplattform IKAR.

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Bilder und Grafiken zur Jahresbilanz 2006 der ÖAMTC-Flugrettung gibt es im ÖAMTC-Fotoservice unter www.oeamtc.at/presse.

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