Die Jüdische Gemeinde Österreichs verliert mit Teddy Kollek einen ihrer größten Söhne.

Wien (OTS) - Der Bundesverband der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs bedauert zutiefst den Tod des am 21.5.1911 im altösterreichischen ungarischen Nagyvaszony geborenen Teddy Kollek. Teddy Kollek wanderte in kluger Voraussicht bereits 1935 aus Wien in das damalige Mandatsgebiet Palästina aus und gründete zusammen mit anderen jüdischen Jugendlichen aus Österreich den Kibbuz Ein Gev. Während des zweiten Weltkriegs war er für die jüdische Untergrundarmee Haganah in Europa und danach in den USA aktiv. Später wechselte er in die Politik und war von 1965 bis 1993 Bürgermeister von Jerusalem.

Trotz allem Erlebten brach er die Brücken zu seiner alten Heimat nicht ab und erwarb sich große Verdienste für die Zusammenarbeit zwischen Israel und Österreich. Die von ihm initiierte "Jerusalem Foundation", die sich besonders der friedlichen Koexistenz zwischen Juden, Christen und Moslems widmete, arbeitet auch mit Österreich eng zusammen.

Die Jüdische Gemeinde Österreichs verliert mit Teddy Kollek einen ihrer größten Söhne.

Mag. Raimund Fastenbauer
Generalsekretär

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