ÖGB-Leutner: Arbeitsmarkt braucht Neuorientierung

Entlastung auf dem Lehrstellenmarkt sowie Investitionen in Bildung und Infrastruktur für echte Trendwende notwendig

Wien (ÖGB) - "Die von Arbeitsminister Martin Bartenstein so genannte 'Trendwende' am Arbeitsmarkt ist zu einem großen Teil auf unfreiwillige Teilzeitarbeit zurückzuführen. Um das Ziel der Vollbeschäftigung bis 2010 zu erreichen, braucht Österreich aber eine grundlegende wirtschaftspolitische Neuorientierung", fordert der Leitende Sekretär im ÖGB, Dr. Richard Leutner. Zur Ankurbelung der Wirtschaft sind Investitionen in die Infrastruktur sowie in Bildung und Forschung überfällig.++++

Kurzfristig ist ein Programm zur Stützung und Belebung der Konjunktur durch eine Infrastruktur- und Arbeitsmarktpolitikoffensive notwendig. Mittel- und längerfristig müssen wieder Realinvestitionen statt Finanzinvestitionen gefördert werden. "Sie müssen durch Investitionen in Bildung, Weiterbildung und Forschung untermauert werden", verlangt Leutner.

"Die wichtigste Forderung des ÖGB an die Bundesregierung ist die Wiederherstellung eines funktionsfähigen Arbeitsmarktes in Richtung Vollbeschäftigung", sagt der Leitende Sekretär. Erste Priorität muss es sein, eine Entlastung auf dem Lehrstellenmarkt herbeizuführen. "Nach wie vor suchen rund 20.000 Jugendliche eine Lehrstelle. Daher muss die Zahl der Plätze im Auffangnetz auf mindestens 10.000 erhöht werden", fordert Leutner.

Der ÖGB fordert von der neuen Bundesregierung:

O Aufstockung des Auffangnetzes für Jugendliche ohne betriebliche Lehrstelle auf mindestens 10.000
O Genügend Personal für das AMS
O Keine vorzeitige Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes für die ArbeitnehmerInnen aus den benachbarten europäischen Ländern
O Die Schaffung eines neuen ArbeitnehmerInnenbegriffs. Schutzbestimmungen des Arbeitsrechts und der Kollektivvertragsbestimmungen müssen auch für atypisch Beschäftigte gelten
O Ein Wiedereinstellungsprogramm für Langzeitarbeitslose (fk)

ÖGB, 2. Jänner 2007
Nr. 3

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