Broukal zu Studiengebühren: Studenten-Ansturm wegen 80 Euro im Monat nicht zu befürchten

ÖVP sollte "Alles muss bleiben wie es ist"-Haltung aufgeben

Wien (SK) - "Der Vorschlag von SPÖ-Vorsitzendem Gusenbauer zur De-facto-Abschaffung der Studiengebühren wird keine studentische Völkerwanderung nach Österreich bringen", beruhigt SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal ÖVP-Wissenschaftssprecherin Brinek. "Es ist nicht zu erwarten, dass ein Student aus Deutschland wegen 80 Euro im Monat, die er sich an Studiengebühren erspart, seinen Wohnsitz nach Österreich verlegt oder Fahrtkosten, die im Monat einige hundert Euro ausmachen, in Kauf nimmt", so Broukal am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Der SPÖ-Wissenschaftssprecher begrüßt, dass die ÖVP nun endlich in die Sachdiskussion eintritt, appelliert aber auch an den Verhandlungspartner, ihre "Alles muss bleiben wie es ist"-Haltung aufzugeben: "Genau diese Politik wurde am 1. Oktober abgewählt." ****

Nicht stichhaltig ist für Broukal das Argument Brineks, dass der Vorschlag zur Abschaffung der Studiengebühren einen zu hohen Verwaltungsaufwand bedeuten würde. "Teilzeitstudium heißt, dass nur die Hälfte der Leistungen der Universitäten in Anspruch genommen wird. Im Zeitalter der Voll-EDV-Ausstattung ist es kein Problem, automatisch festzustellen, ob jemand vereinbarungswidrig mehr als die ausgemachte die Hälfte der Leistungen in Anspruch nimmt", so der SPÖ-Wissenschaftssprecher abschließend. (Schluss) cs

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