Das RSO im Jänner: Gustav Mahlers "Fünfte" und Dvoráks "Neunte"

Wien (OTS) - Bekanntes und Beliebtes steht im Jänner auf dem Konzertprogramm des RSO Wien: im Stadttheater Baden (12.1.) Dvoráks 9. Symphonie "Aus der neuen Welt", Beethovens Egmont-Ouvertüre und Schuberts "Unvollendete" und im Musikverein (19.1.) Gustav Mahlers "Fünfte" und Sofia Gubaidulinas "Offertorium".

Am 12. Jänner gastiert das RSO Wien unter Bertrand de Billy im Stadttheater Baden (Konzertbeginn: 19.30 Uhr) mit Beethovens Musik gewordenem Freiheitswillen, seiner Egmont-Ouvertüre, Schuberts wohl romantischster Symphonie, seiner "Unvollendeten" und Dvoráks von Heimweh geprägter Huldigung an Amerika, seiner Symphonie "Aus der neuen Welt". Ein Programm, das das RSO im Februar auch bei einer zweiwöchigen Japan-Tournee spielt.

Dvoráks 9. Symphonie "Aus der neuen Welt" ist auch schon einen Tag davor im Rahmen der "Klassischen Verführung" zu erleben: dargeboten vom RSO Wien unter Chefdirigent Bertrand de Billy, Moderator ist Wilhelm Sinkovicz. Die "Klassische Verführung" am 11. Jänner im RadioKulturhaus beginnt um 19.30 Uhr. In Kooperation mit dem Wiener Stadtschulrat findet am Vormittag (11.00 Uhr) auch eine Schülervorführung statt. Ö1 strahlt den Mitschnitt am 15. Jänner ab 10.05 Uhr aus.

Die Werke Gustav Mahlers wurden von der zeitgenössischen Kritik nicht sehr freundlich aufgenommen. Tatsächlich hat es mehr als fünfzig Jahre gedauert, bis in den Sechzigerjahren langsam eine Mahler-Renaissance einsetzte. Heute zählen seine Symphonien zum selbstverständlichen und beliebten Konzertrepertoire. Auch zu dem des RSO. Chefdirigent Bertrand de Billy interpretiert jedes Jahr eines der großen symphonischen Werke. Am 19. Jänner dieses Jahres ist Mahlers "Fünfte" an der Reihe, zu großer Popularität gekommen durch den Einsatz des Adagiettos in Luchino Viscontis Film "Der Tod in Venedig". Im RSO-Konzert im Wiener Musikverein wird diese Symphonie kombiniert mit dem Werk einer Komponistin, die ebenfalls lange um Anerkennung ringen musste - allerdings eher aus politischen Gründen:
Die heute 75-jährige, in Tschistopol an der Wolga geborene, Sofia Gubaidulina hatte seit ihrer Studienzeit einen mühsamen, hindernisreichen Weg. Wie viele ihrer sowjetischen Kollegen wurde sie mit Ausreise- und Aufführungsverboten belegt. In den Achtzigerjahren, also mit großer Verspätung, wurde ihr Werk auch im Westen bekannt -vor allem durch den regen Einsatz von Violinist Gidon Kremer. Heute zählt sie zu den führenden Vertretern der Neuen Musik aus der ehemaligen Sowjetunion. Seit Beginn der Neunzigerjahre lebt Sofia Gubaidulina in der Nähe von Hamburg. Ihr Violinkonzert hat den Titel "Offertorium", denn als Hauptthema dient das Thema aus J. S. Bachs "Musikalischem Opfer", das aber gar nicht von Bach selbst stammt, sondern ihm zur Improvisation von König Friedrich II. aufgetragen wurde. Gewidmet hat Gubaidulina das Konzert Gidon Kremer. Solist ist der österreichische Geiger Benjamin Schmid. Das Konzert im Wiener Musikverein am 19. Jänner beginnt um 19.30 Uhr, Ö1 überträgt live. Details zum Konzertprogramm des RSO Wien sind abrufbar unter:
http://rso-wien.ORF.at (ih)

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