Arbeitsmarkt: Tumpel fordert Wachstum, das wirklich Beschäftigung schafft in Österreich!

In der Hochkonjunktur 2006 waren 85.000 Menschen mehr auf Arbeitsuche als in der Hochkonjunktur 2000 - was läuft falsch?

Wien (OTS) - Alles tun für ein Wachstum, das wirklich Beschäftigung schafft in Österreich, fordert AK Präsident Herbert Tumpel anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten. 328.772 Arbeitsuchende im Dezember 2006 sind um 85.174 Menschen ohne Arbeit mehr als im Dezember des Jahres 2000. Auch der Jahresvergleich 2006 zu 2000 zeigt einen Anstieg der Arbeitsuchenden um 73.800 Personen oder 34 Prozent. "Im Jahr 2000 hatten wir eine Hochkonjunktur und auch jetzt haben wir eine sehr gute Konjunktur", sagt Tumpel, "trotzdem haben wir um 85.000 Arbeitsuchende mehr. Irgend etwas läuft da schief!" Den von den Wirtschaftsforschern für heuer berechneten Rückgang der Arbeitslosigkeit um 10.000 Personen bezeichnet Tumpel als "viel zu wenig, um die unerträglich hohe Arbeitslosigkeit spürbar
abzusenken". Dazu kommt: In den nächsten fünf Jahren brauchen zusätzlich zu den bereits jetzt Arbeitsuchenden rund 70.000 Menschen einen Arbeitsplatz. Und noch einmal 50.000, die auf Grund des angehobenen späteren Pensionsantrittsalter länger arbeiten müssen. "Wir brauchen also in den nächsten Jahren zumindest 120.000 Arbeitsplätze für jene, die neu auf den Arbeitsmarkt kommen. Und das alles zusätzlich zu den noch immer fast 300.000 bereits Arbeit Suchenden, die auch am Arbeitsmarkt ihre Chance wollen", sagt Tumpel. Der AK Präsident fordert von der neuen Regierung alles zu unternehmen, für ein beschäftigungswirksames Wachstum. Tumpel: "Wir brauchen kein Wachstum, das einige wenige Großkonzerne noch reicher macht. Wir brauchen endlich ein Wachstum, das wirklich und nachhaltig Beschäftigung schafft in Österreich!"

Die AK fordert daher :
+ Mehr Investitionen in Straße, Schiene und Telekommunikation, in Forschung und Entwicklung und vor allem in die Aus- und Weiterbildung.
+ Eine Politik der Höherqualifizierung der ArbeitnehmerInnen etwa durch eine verbesserte Bildungskarenz.
+ Konsequente und rigorose Maßnahmen gegen den Sozialbetrug durch das organisierte Schwarzunternehmertum.

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