Aktuelle Studie bestätigt: Aktive Konfliktbewältigung spart Unternhemen Kosten

Neue Studie erschienen - Experts Group beleuchtet "Konfliktkosten" in Unternehmen und ortet in vier konkreten Bereichen erhebliches Einsparungspotenzial

Wien (PWK001) - Wirtschaftsmediation ist eine Methode, Konflikte
im Arbeitsleben effizient, nachhaltig und kostengünstiger als beispielsweise vor Gericht zu lösen. Ganz dem Thema und Aufgabengebiet Wirtschaftsmediation widmet sich eine im Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich organisatorisch beheimatete Experts Group. Der Pool von selbständigen UnternehmensberaterInnen und -beratern mit dem Beratungsschwerpunkt Wirtschaftsmediation beleuchtet in einer aktuellen Untersuchung das Thema "Konfliktkosten". "Die meisten Unternehmen kennen aber die Kategorie Konfliktkosten nicht." Das sei umso verwunderlicher, als es kaum noch Unternehmensbereiche gebe, in denen Betriebe vergleichbare Kosteneinsparungen realisieren könnten, sagt Experts Group-Sprecher Stephan Proksch.

Die Studie mit dem Titel "Konfliktkosten - Neue Wege der Ergebnisverbesserung" der Autoren Berndt Exenberger, Erwin Grabler, Elvira Hauska und Helmut Peltz macht vier Bereiche aus und fasst das Einsparungspotenzial so zusammen: "10 Prozent weniger Krankenstände, eine um 10 Prozent geringere Mitarbeiterfluktuation, die Halbierung der Kosten durch Kunden- oder Lieferantenverlust. Die vier untersuchten Bereiche sind:
* Rechtskosten: Die Bandbreite der jährlichen Rechtskosten, die durch arbeits- und handelsrechtliche Gerichtsverfahren entstehen, ist enorm. Bei den Befragten reicht sie von 5.000 bis zu 250.000 Euro, die Einschätzung des Einsparungspotenzials liegt zwischen 20 und 100 Prozent.
* Personal: Aktive Konfliktbewältigung bewirkt die Reduzierung von Krankenständen und Fluktuation. Im Durchschnitt schätzten die befragten Unternehmen ein Kosten- einsparungspotenzial von 10 Prozent sowohl bei den Krankenständen als auch bei der Mitarbeiterfluktuation.
* Kundenbeziehungen: Der Wegfall von Kunden bzw. die Akquisition neuer Kunden kostet viel. In der Regel sind die Kosten für einen neuen Kunden zehnmal höher als für einen bestehenden und die Kosten, um einen unzufriedenen Kunden wieder zu gewinnen, fünfmal so hoch wie für einen neuen. Die Befragten bestätigen in der Studie, dass der Kundenverlust durch Konfliktbearbeitung um die Hälfte eingedämmt werden könnte.
* Lieferantenbeziehungen: Der Wechsel von Lieferanten ruft Kosten der Auslistung der alten Lieferanten, Kosten für die Akquisition neuer Lieferanten sowie Kosten für deren Einlistung hervor. Auch dieser Aufwand könnte bis zu 50 Prozent reduziert werden, wenn Präventionsmaßnahmen für eine bessere Konfliktlösungskultur im Unternehmen gesetzt würden. "Einsparungen durch eine geringere Kunden- und Lieferantenfluktuation sind besonders schwer zu messen, weil die induzierten Kosten von den Unternehmen nicht erhoben und analysiert werden", bedauert Studien-Co-Autor Berndt Exenberger.

Dennoch konnte von den Experten das Einsparungspotenzial, bezogen auf alle vier Ergebnisverbesserungsbereiche, mit durchschnittlich 643 Euro für pro Mitarbeiter berechnet werden. Für ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitern bedeutet das ein jährliches Einsparungspotenzial von 63.400 Euro.

Daher empfehlen die Spezialisten der Wirtschaftsmediatoren-Plattform den Unternehmen, folgende Maßnahmen für eine aktive Konfliktprävention und -bearbeitung, um ihre Ergebnisse nachhaltig verbessern zu können:
* Kostenanalyse, um Transparenz in die Konfliktkosten zu bringen
* Vermeidung unproduktiver Konfliktphasen, z.B. bei Organisationsveränderungen
* Aufarbeitung aktueller Konflikte

"Die Benutzung des Instrumentes Wirtschaftsmediation beginnt sich durchzusetzen und ist, wie die Studie beweist, wirtschaftlich sinnvoll. Ein starkes Ansteigen des Einsatzes von Wirtschaftsmediation im Jahr 2007", erwartet UBIT-Fachverbandsobmann Friedrich Bock. (JR)

Die Erhebungen zur Studie wurden unter 120 heimischen Unternehmen in Österreich aus unterschiedlichen Größenklassen und Branchen durchgeführt. Detaillierte Informationen sind auf der Webseite www.wirtschaftsmediation.cc über den Link "Studien und Publikationen" in der Navigationsleiste zu finden. (JR)

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