Neues Volksblatt "Vermächtnis" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 2. Jänner 2007

Linz (OTS) - So nahe sind Freud' und Leid: Während allerorten ausgelassen auf das neue Jahr angestoßen wird, kommt, Sekunden vor Mitternacht, die Agenturmeldung über den Tod von Innenministerin Liese Prokop.
Ihr politisches Wirken wurde gestern über alle Parteigrenzen hinweg in unzähligen Stellungnahmen gewürdigt, denen vor allem eines gemeinsam war: Sie zollten Liese Prokop größten Respekt für ihre Menschlichkeit. Das ist wohl der beste Ruf, den sich jemand erwerben kann, der Jahrzehnte in der vielfach technokratischen politischen Welt tätig ist.
Die so genannten Sachzwänge, die Notwendigkeiten, aus denen heraus politische Handlungen gesetzt werden: fast alle betreffen sie den Menschen. Liese Prokop hat bewiesen, dass man diesen Menschen auch in sachpolitisch schwierigen Materien nicht aus den Augen verlieren darf.
Auch nach 25 Jahren in diversen Funktionen hat Liese Prokop außerdem bewiesen, dass Politik Freude machen kann - und hat ihr damit einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Liese Prokop war nicht nur Politikerin, sie hat vielmehr dem Ruf der Politik sehr gut getan. Das ist ein bedeutendes Vermächtnis.

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