Lichtenecker: Gestrige Abschaltung von drei Hochrisikoreaktoren ein Fortschritt

Konsequente Anti-Atom-Politik Österreichs ist nötig!

Wien (OTS) - "Der zähe Kampf der Atomkraft-GegnerInnen zeigt Erfolge. Mit den Blöcken 3 und 4 des bulgarischen AKW Kosloduj sowie dem Block 1 des slowakischen AKW Bohunice wurden mit Jahresende 2006 drei Hochrisikoblöcke abgeschaltet", freut sich die Umweltsprecherin der Grünen, Ruperta Lichtenecker. Kritik übt die Umweltsprecherin allerdings an der Vogel-Strauß-Taktik in der Anti-Atom-Politik seitens der österreichischen Regierung. Die Regierung unter Bundeskanzler Schlüssel 'glänzte' 2006 mit Schweigen statt aktiv zu handeln. "Damit ignoriert sie die Ängste der österreichischen Bevölkerung und ihren Wunsch nach sicheren Energiequellen", so Lichtenecker.

Eine konsequente Anti-Atom Politik müsse nun das Ziel für 2007 sein, fordert Lichtenecker. Notwendig ist ein sofortiges Handeln in der Causa Temelin. Weiters der volle Einsatz für den Stopp aller Subventionen und Forschungsmittel für die Atomenergie in Europa. Die künftige Regierung muß sich drittens aktiv für einen Ausstieg aus der Kernkraft in Europa einsetzen und Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien Unterstützung für Alternativen zur Kernkraft anbieten. Viertens ist die Forcierung einer Initiative für eine rasche Reform des unzeitgemäßen Euratom-Vertrags nötig. Im Zuge der Verhandlungen der neuen EU-Verfassung soll die Möglichkeit eines einseitigen Ausstiegs von EU-Staaten aus dem Euratomvertrag geschaffen werden, ohne aus der EU austreten zu müssen.

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