• 17.11.2006, 12:50:23
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Internationalisierung und Fußball-EM im Blickpunkt der Tourismuswirtschaft

Schenner: "Exportwerkstatt Tourismus" vermittelt die notwendigen Grundkenntnisse zur Erschließung neuer Märkte

Wien (PWK759) - Einen Ausblick auf den Saisonverlauf und die
nächsten Projekte der Österreich Werbung (ÖW), mit den Schwerpunkten
Internationalisierung und "EURO 08", gaben Wirtschafts- und
Tourismusminister Martin Bartenstein, die neue ÖW-Geschäftsführerin
Petra Stolba, ihr Vorgänger und jetziger Vorstandsvorsitzender der
Arcotel-Hotelgruppe, Arthur Oberascher und der Obmann der
Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ, Johann
Schenner, heute, Freitag, in einem gemeinsamen Pressegespräch im Haus
der Österreich Werbung.

Wie Bartenstein sagte, sei der Sommer 2006 wegen des kühlen
Augusts "nicht ganz einfach" verlaufen. Während die
Gesamtnächtigungen im Sommerhalbjahr etwa auf Vorjahresniveau
stagnierten, sei bei den Umsätzen doch mit einem Plus von zwei
Prozent zu rechnen. Die Aussichten auf die kommende Wintersaison
bezeichnete der Minister als "gut, aber nicht überschwänglich" Für
die Fußball-Europameisterschaft 2008 - nach Fußball-WM und den
Olympischen Spielen das weltweit drittgrößte Sportereignis - ist ein
Sonder-Budget von 12 Millionen Euro vorgesehen. Dieses soll, so
Bartenstein, je zur Hälfte von Bund (6 Millionen) und den Ländern
sowie Austragungsstätten ("host cities") kommen. Die Einzelheiten
dieses Budgets werden in den nächsten Wochen vorzubereiten sein. Wie
der Minister betonte, werde es sich dabei um "frisches Geld" handeln,
also um eine Aufstockung der vorhandenen ÖW-Mittel um eben diesen
Betrag. Die Schweiz habe übrigens zur EURO 08 ein Budget von 15,5
Millionen Euro lockergemacht, womit Tourismus und Wirtschaftsstandort
beworben werden.

Ebenso wie Bartenstein kündigte auch Stolba eine breitere
Diversifizierung und Internationalisierung der Herkunftsmärkte an.
"Nur so können wir Einbußen aus klassischen Herkunftsmärkten,
insbesondere aus Deutschland, abfedern", betonte sie. Vorbild ist der
frühe Markteintritt in die mittel- und osteuropäischen Länder, der
sich inzwischen mit zum Teil zweistelligen Zuwachsraten bei Ankünften
und Nächtigen bezahlt macht. Stolba: "Fokus unserer Aktivitäten sind
Märkte wie China, Indien oder die arabischen Staaten - also überall
dort, wo reisebereite und zahlungskräftige Gästeschichten entstehen".

Auch Schenner hob die große Bedeutung neuer Märkte für den
heimischen Tourismus hervor. "Wir wollen nicht wie der Storch auf nur
einem Bein, sondern wie die Raupe auf vielen Beinen stehen", merkte
der Sprecher der Tourismuswirtschaft an. Auf ihrem Weg in neue Märkte
werden die Betriebe dabei von der Initiative "go international" des
Wirtschaftsministerium und der Wirtschaftskammer Österreich
unterstützt. Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der
WKÖ hat in diesem Rahmen ein für die Tourismusbranche
maßgeschneidertes Ausbildungsangebot, die "Exportwerkstatt
Tourismus", entwickelt. Dabei werden den interessierten Unternehmern
die für die Erschließung neuer Märkte notwendigen Grundkenntnisse
vermittelt. Die Workshops richten sich vor allem an Unternehmer aus
den Bereichen Hotellerie und Incoming-Reisebüros, die zusätzliche
Gäste gewinnen wollen.

Wie Schenner im einzelnen ausführte, bekommen die
Workshopteilnehmer in insgesamt 24 Unterrichtsstunden einen breiten
Überblick über alle für die Internationalisierung relevanten
Themenbereiche. Die Exportwerkstatt Tourismus wird zu 75 Prozent aus
den Fördermitteln der Exportinitiative "go international" finanziert.
Die Teilnehmer müssen lediglich einen Selbstbehalt von 25 Prozent
leisten. Die ersten Workshops starten im Frühjahr 2007. Insgesamt
läuft die Aktion bis zum Sommer 2008. Die Veranstaltungen sind in
allen Bundesländern in den Einrichtungen des WIFI oder der
Landeskammern geplant. (hp)

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Tourismus und Freizeitbetriebe
Mag. Roland Garber
Tel: +43 (0)5 90 900 3566
Fax: +43 (0)5 90 900 4594

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