Keine Einigung in der Diskussion und das Verpfleggeld für Zivildiener

Wien (OTS) - Der Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe, DI. Johannes Bucher zeigt sich verwundert über Medienmeldungen, dass es in der Verpfleggeldfrage für Zivildiener zu einer Einigung gekommen ist. "Mit der kolportierten Einigung über eine Anhebung der Vergütung um EUR 80,--, aber Reduktion des Aufwands aus der Nachzahlung um 1-2 EUR erspart sich der Finanzminister im Jahr 2006 EUR 22 Millionen im Vergleich zum Erstangebot von Frau Bundesminister Liese Prokop. Dass die Zivildienstträger über Rücklagen in so einer Höhe verfügen, kann wohl niemand glauben", so Präsident Bucher.

Die Johanniter sehen keine Möglichkeit, jene Mittel aufzubringen, um den Differenzbetrag zu den kolportierten 3-4 Euro abzudecken. Schon die gestrige Einigung der Anhebung der Vergütung für Blaulichteinrichtungen auf EUR 580,-- deckt weitaus nicht die im Rettungsdienst entstehenden Mehrkosten für die Verpflegung der Zivildiener ab. Präsident Bucher hofft weiterhin, dass der Bund den Zivildienstträgern die Last der Nachzahlungen an Zivildiener zur Gänze abnimmt. Ist es doch das Bundesministerium für Inneres gewesen, dass auch gegenüber den Zivildienstträgern seit dem Jahr 2000 bestätigt hat, dass EUR 5,80 bzw. EUR 6,00 für die tägliche Verpflegung von Zivildienern angemessen seien.

Falls der Bund nur 3-4 EUR der Nachzahlung je Tag eines Zivildieners ersetzen will, werden die Johanniter Kredite in beträchtlicher Höhe aufzunehmen müssen. Für die Rückzahlung werden Einsparungen durch Einstellung teurer Dienstleistungen, die schon jetzt nur mit Spendenmitteln aufrecht erhalten werden können, notwendig sein. Leidtragende werden wiederum jene Menschen sein, denen diese Leistungen zu Gute kommen: Kranke, Verletzte und pflegebedürftige Menschen.

Präsident Bucher appelliert an die politischen Verantwortlichen eine rasche Lösung der Probleme um den Zivildienst herbeizuführen: "Der Zivildienst ist in Österreich eine wertvolle und unverzichtbare Einrichtung, die es nicht verdient, dauernd Gegenstand von politischen Auseinandersetzungen zu sein.

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