AK: Trauriger Rekord bei Arbeitslosen - mehr als 56.000 ohne Job

Linz (OTS) - Laut Arbeitslosenstatistik hat die Arbeitslosigkeit
in Oberösterreich einen neuen Höchststand erreicht. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von mehr als vier Prozent. Seit über einem Jahr ist damit die Arbeitslosigkeit in Oberösterreich stärker gestiegen als im Bundesdurchschnitt, kritisiert AK-Präsident Kalliauer.

Zusätzlich zu den 40.320 offiziell gemeldeten Arbeitslosen sind in Oberösterreich derzeit 9.029 Personen in Schulungen untergebracht, zu berücksichtigen sind weiters Pensionsvorschussbezieher/-innen, Arbeitslose in Krankenstand, Lehrstellensuchende oder Arbeitslose mit Bezugssperre. Insgesamt sind damit in Oberösterreich rund 56.000 Menschen auf Arbeitssuche.

Besonders betroffen sind ein weiteres Mal Personen ab 50 Jahren (+8,2 Prozent gegenüber Jänner 2005) aber auch Personen im Haupterwerbsalter zwischen 25 bis 49 Jahren (+4,4 Prozent). Auch die Jugendarbeitslosigkeit verzeichnet einen neuen Rekordwert: 13.607 Jugendliche und junge Arbeitnehmer/-innen sind derzeit in Oberösterreich auf Arbeitssuche (Lehrstellensuchende und 15- bis 24-Jährige in Schulung bzw. Arbeitslose). Die Zahl der Lehrstellensuchenden hat wieder zugenommen - ein Indiz dafür, dass die großzügigen Fördermaßnahmen ineffizient
sind.

Am höchsten ist die Arbeitslosigkeit bei Personen mit niedrigeren Qualifikationen. Die Hälfte der ausgewiesenen Arbeitslosen haben nur Pflichtschulabschluss. "Qualifizierungsmaßnahmen müssen deshalb so angelegt werden, dass ein Berufsabschluss nachgeholt werden kann", fordert AK-Präsident Kalliauer. Diese Schulungen dauern länger und müssen deshalb finanziell besser abgesichert werden. Er fordert deshalb die Einführung eines Bildungszuschusses, damit Personen, die eine Berufsausbildung nachholen wollen, über diesen Zeitraum auch finanziell über die Runden kommen.

"Wir müssen leider feststellen, dass die im letzten Jahr von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Investitionsförderung überhaupt nichts fruchten", stellt AK Präsident Johann Kalliauer fest. Wenn man die Konjunktur ankurbeln will, dann braucht es ein Investitionsprogramm der öffentlichen Hand und Maßnahmen zur Stärkung der Massenkaufkraft - insbesondere die steuerliche Entlastung niedriger und mittlerer Einkommen.

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