Gehrer: "Wissenschaft und Forschung auf höchstem Niveau"

Die Errichtung eines Exzellenzinstitutes in Klosterneuburg ist die richtige Entscheidung

Wien (OTS) - Die Bundesregierung hat heute die Errichtung eines Exzellenzinstituts in Klosterneuburg beschlossen. "Damit ist eine wichtige Entscheidung für unsere Zielsetzung, Forschung zu forcieren um international wettbewerbsfähig zu bleiben, gefallen", so Bundesministerin Elisabeth Gehrer. Dieses postgraduate-Institut werde künftig eine jener Einrichtungen sein, die sich mit dem von der Europäischen Union geplanten "European Institute of Technology" sowie anderen ähnlichen Instituten in verschiedenen Mitgliedstaaten vernetzen werden, so Gehrer weiter.

Zielsetzungen des Exzellenz-Instituts sind: Die Grundlagenforschung auf Spitzenniveau in Forschungsgebieten, die in Österreich noch unerschlossen sind, zu etablieren und den besten Wissenschaftern herausragende Arbeitsbedingungen und Entfaltungsmöglichkeiten anzubieten. Als Teil einer umfassenden Exzellenzstrategie in Österreich soll das Institut einen wesentlichen Anschub für das gesamte Wissenschaftssystem in Österreich bringen, einen wesentlichen Beitrag zur weiteren Steigerung der Attraktivität des Wissenschafts-und Forschungsstandorts Österreich leisten. Im Austausch mit der Wirtschaft soll ein Impuls zur Strukturverbesserung und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft mit dem Ziel gesetzt werden, neue hoch qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen.

"Für die Entscheidung der Standortfrage wurden Gutachten von McKinsey, Berlin, dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), Gütersloh, und dem Österreichischen Institut für Raumplanung eingeholt. In der Endauswertung zeigte sich, dass der Standort Klosterneuburg stichhaltige Qualitätsmerkmale aufweist", begründete Bundesministerin Elisabeth Gehrer die Standortentscheidung.

Qualitätsmerkmale sind allen voran die Rahmenbedingungen für die Errichtung des Campus. Der Standort Klosterneuburg erlaubt kurzfristig, die Exzellenzinstitute als Campus einzurichten und damit eine Markenbildung für diese neue Einrichtung zu ermöglichen. Die ersten Räumlichkeiten können bereits im Herbst 2006 bezogen werden. In puncto Verkehrsanbindung hob Gehrer hervor, dass es mit der Schnellbahn von Wien/Franz-Josefs-Bahnhof nach Klosterneuburg etwa 13 Minuten dauern würde. Für die restliche Strecke wurde Einrichtung und Kostenübernahme eines Shuttle-Dienstes durch das Land Niederösterreich zugesagt.

Da nach etwa 15 bis 20 Jahren Spin-offs (Firmenansiedlungen) zu erwarten sind, wurden vom Land Niederösterreich dafür auch mögliche Flächen angeboten. Das Land Niederösterreich legte weiters für die ersten 20 Jahre ein Finanzierungsangebot in der Höhe von 178 Mio. Euro vor, was um 58,5 Mio. Euro höher ist als das zweitgereihte Angebot.

Die Finanzierung der Gesamtkosten des Exzellenzinstituts soll aus privaten und öffentlichen Mitteln erfolgen. Bereits zugesagte Finanzmittel sind 178 Mio. Euro durch das Land Niederösterreich sowie mindestens 30 Mio. Euro durch die Industriellenvereinigung. Weitere für den Betrieb erforderliche Mittel sind bis zum Jahr 2010 zu einem Anteil von rund 30 Prozent von der Einrichtung selbst aufzubringen, wie z.B. durch Förderungen aus dem 7. EU-Rahmenprogramm, aus österreichischen Fördereinrichtungen und Aufträgen. "Der Bund übernimmt die Aufgabe, die darüber hinaus erforderlichen Mittel zum Betrieb der Spitzenforschungseinrichtung sicherzustellen", schloss Gehrer.

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