Entscheidung Nichtankauf der Bloch Bauer-Gemälde

Anerkennung der Bemühungen von Ministerin Gehrer

Wien (OTS) - Nach Entscheidung des Schiedsgerichtes vom 16. Jänner 2005, dass fünf Gemälde Gustav Klimts an die Erben nach Ferdinand Bloch Bauer zu restituieren sind, hat sich Bundesministerin Elisabeth Gehrer intensiv um Sponsoren zur Unterstützung der Erwerbung eines oder mehrerer der Bilder bemüht. Angesichts der Höhe des Kaufpreises waren diese Bemühungen leider nicht von Erfolg gekrönt.

"Der Fall war außerordentlich schwierig", konstatierte Schiedsgerichts-Vorsitzender Peter Rummel bereits in der Pressekonferenz vom 17. Jänner 2006 und verwies auf 13.000 Seiten Akten sowie auf den Umstand, dass es Zeugen "nahe liegender Weise nicht mehr gab": "Beide Standpunkte hatten etwas für sich", so Rummel. Die strittige Bitte im Testament von Adele Bloch-Bauer an ihren Mann, die Kunstwerke nach seinem Tod der Galerie zu hinterlassen, sei ein rechtlich unverbindlicher "bloßer Wunsch" gewesen, so der Vorsitzende des Schiedsgerichts. Die Österreichische Galerie Belvedere ist einerseits froh, dass endlich eine Entscheidung gefallen ist, die Gemälde an die rechtmäßigen Erben zu restituieren, bedauert andererseits außerordentlich, dass die Republik die Bilder nicht für Österreich angekauft hat. "Das Nichterwerben der Gemälde, die zu den bedeutendsten Werken der österreichischen Kunst zählen, stellt einen immensen Verlust für die Sammlungen des Belvedere und darüber hinaus für das Kulturland Österreich dar", so Gerbert Frodl, Direktor der Österreichischen Galerie Belvedere.

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