Cap zu Klimt-Bildern: Riesen-Blamage zum 6. Jahrestag der Regierung Schüssel

Schüssel und Gehrer haben auf allen Linien versagt

Wien (SK) - "Pünktlich zum sechsten Jahrestag von Schwarz-Blau-Orange erleidet die Regierung Schüssel eine Riesen-Blamage: Fünf äußerst wichtige Werke für die Kulturnation Österreich werden unser Land verlassen, obwohl lange vor dem Schiedsspruch die Möglichkeit bestanden hätte, im Einvernehmen mit den Erben zu einer Lösung zu kommen", erklärte der gf. SPÖ-Klubobmann Josef Cap Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Kunst-Kanzler" Schüssel und "Kulturministerin" Gehrer hätten auf allen Linien versagt. So haben sie trotz von außen geäußerter Bedenken einzig auf die Rechtsmeinung der Finanzprokuratur vertraut und es verabsäumt, rechtzeitig ein weiteres Gutachten einzuholen.

Der Wunsch der Erben nach einer außergerichtlichen Einigung wurde von Gehrer immer abgelehnt. Ein Brief von Maria Altmann wurde nicht einmal beantwortet.

Schüssel und Gehrer unternahmen keine Vorbereitungen für den Tag nach dem Schiedsspruch.

Die verbalen Äußerungen von Involvierten ließen eine dem Fall angemessene Rücksichtnahme und Sensibilität vermissen. Es entstand der Eindruck, dass die Republik durch juristische Winkelzüge den Erben ihr Recht vorenthalten will.

Nach dem Schiedsspruch verschlechterte Gehrer durch ihre Art des Umgangs mit dem Urteil die Chancen.

Die Suche nach Sponsoren habe sich äußerst zäh gestaltet, man habe den Eindruck gehabt, dass die Regierung überhaupt nie an Lösungen interessiert war. Außerdem habe man sich von Regierungsseite offensichtlich auch nie überlegt, zu welchem Preis und unter welcher Konstruktion die Bilder erworben werden könnten. (Schluss) cs

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