Neues Volksblatt: "Missbrauch" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 30. Jänner 2006

Linz (OTS) - Eines muss man dem oberösterreichischen SPÖ-Vorsitzenden lassen: Die Arbeiterkammer und die Gewerkschaft hat er auf Linie gebracht; auf Parteilinie.
Wenn E. H. pfeift, stehen die roten Kämmerer und Gewerkschafter Gewehr
bei Fuß, um der SPÖ Schützenhilfe zu leisten. Dass auch Nichtsozialisten Arbeiterkammer- und Gewerkschaftsmitglieder sind, bei der AK sogar zwangsweise, spielt für die roten Bosse keine Rolle. Wo kämen wir denn hin, wenn man mit dem Geld aller Zwangsbeitragszahler plötzlich Arbeitnehmer- und nicht SPÖ-Politik machen müsste?
Das Begleitschreiben zu den AK-Steuertipps, das vom SPÖ-Wahlkampfbüro geschrieben sein könnte, ist nur das vorläufig letzte Glied einer -roten - Kette. Wenn der SPÖ eine Demonstration gegen die Regierung oder sonstige nichtsozialistische Funktionsträger passend erscheint -die roten "Arbeitnehmervertreter", wie sie sich nennen, stehen habt Acht! Und vor Wahlen weiß man ohnehin nicht, was von der SPÖ und was von der AK oder von der Gewerkschaft kommt, so ähnlich ist das alles. Dass das Missbrauch von Arbeitnehmer-Geld sein könnte, auf die Idee kommt niemand - oder es ist den Genossen einfach wurscht!

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