Kuntzl: Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen hat arbeitsmarktpolitische, pädagogische und volkswirtschaftliche Bedeutung

"Clever-Kids"-Entwurf liegt fix und fertig im Parlament

Wien (SK) - "Jeder in den Ausbau von Kinderbetreuung investierte Cent kommt zumindest als Euro zurück", betonte SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Kuntzl argumentiert, dass eine den Bedürfnissen der Familien gerechte hochqualitative Kinderbetreuungseinrichtung mit flexiblen Öffnungszeiten nicht nur der Schlüssel für die Erwerbstätigkeit von Frauen ist, sondern auch wesentliche Impulse der Frühförderung bietet und sich volkswirtschaftlich rechnet. ****

Kuntzl verweist auf eine aktuelle Studie im Auftrag von "Kinder in Wien" und erstellt von WU-Wissenschaftern, die besagt dass der volkswirtschaftliche Wertschöpfungseffekt allein der Wiener Kindertageseinrichtungen mit 166 Mio. Euro anzusetzen ist, 11.300 Vollzeit-Arbeitsplätze direkt oder indirekt durch die Wiener Kindertageseinrichtungen gesichert sind und die Kindertageseinrichtungen einen zusätzlichen Konsum durch Beschäftigte in anderen Sparten in der Höhe von 44 Millionen Euro generieren.

"Allein von ökonomischer Seite her ist es haarsträubend, nicht in Kinderbetreuungseinrichtungen zu investieren. Aber auch im Sinne der Beteiligung der Frauen am Erwerbsleben und der Förderung der Kinder spricht alles dafür." So hat die EU-Kommission zum wiederholten Male die österreichische Regierung wegen der zu geringen Bemühungen der österreichischen Regierung, die Kinderbetreuungseinrichtungen auszubauen, kritisiert. Österreich ist vom Lissabon-Ziel, bis 2010 für ein Drittel der Unter-Dreijährigen in außerhäuslicher Betreuung zu haben, weit entfernt. Das muss nicht so sein", bemerkte Kuntzl. Ein SPÖ-Entwurf für ein Kinderbetreuungs-Grundsatzgesetz zum Ausbau von qualitätsvoller Kinderbetreuung liegt fix und fertig im Parlament. "Die Regierung müsste bloß unser 'Clever-Kids'-Programm umsetzen, statt über weitere Steuergeschenke für Wohlhabende nachzudenken", so Kuntzl abschließend. (Schluss) up

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