SP-Vettermann: Buddhismus und Sozialdemokratie auf gemeinsamen Pfaden

Start für die Arbeitsgruppe "Red Buddha" der Wiener SPÖ

Wien (SPW) - "Es gilt die Nahtstellen auszuloten, an denen sich Buddhismus und Sozialdemokratie, Spiritualität und soziales, also auch politisches Engagement treffen, überschneiden und miteinander verbinden lassen", so der Wiener SPÖ-Gemeinderat und praktizierende Buddhist Heinz Vettermann beim ersten Treffen der SPÖ Wien Arbeitsgruppe "Red Buddha" gestern, Freitag, Abend. Dabei gehe es nicht nur um die intellektuelle Auseinandersetzung, sondern auch um das spirituelle Erfahren, die gemeinsame Meditation. Michael Eisenriegler, Vorsitzender der Arbeitsgruppe, betonte dabei den experimentellen Charakter von "Red Buddha", dass es "bisher nichts vergleichbares gibt. Was ja auch das Spannende daran ist." Eine gemeinsame Grundlage, die Sozialdemokratie und Buddhismus verbinde, sei aber sicherlich die soziale Frage, die den Menschen in seiner Ganzheit betrifft: "Die Sozialdemokratie setzt sich für sozial gerechte Lebensbedingungen ein. Auch im buddhistischen Kontext ist dies ein erstrebenswertes Ziel, da schlechte Lebensumstände eine Grundlage für schlechtes Karma schaffen. Von daher ist der Einsatz für eine bessere, sozialere Gesellschaft ein gemeinsames Anliegen."****

"Red Buddha" versteht sich dabei als offene Gruppe, an der alle interessierten Menschen eingeladen sind teilzuhaben und die frei von jeder missionarischen Tätigkeit ist. "Vielmehr stehen wir immer in dem spannenden Verhältnis, eine heterogene Arbeitsgruppe zu sein, in der sowohl Budhistinnen und Buddhisten als auch Menschen, die bisher wenig bis keine Kenntnis und Erfahrung mit dem Buddhismus besitzen, zusammen kommen. Jeder soll seine eigenen Perspektiven, seien sie spiritueller, intellektueller oder auch sozial-politischer Art einbringen", führte Vettermann weiter aus und verwies auf die Möglichkeiten persönlicher Weiterentwicklung, die sich gerade hieraus ergeben würden. Die für Buddhismus wie Sozialdemokratie wichtigen Werte der Eigenverantwortung, Solidarität und Möglichkeit, Dinge aus eigenem Antrieb heraus zum Besseren zu verändern, können so fruchtbar gemacht werden für den Einzelnen, und schließlich auch auf gesellschaftlicher Ebene wirken: "Buddhismus und Sozialdemokratie bergen soviel in sich, sind so vielschichtig, dass es eine echte Chance ist, sie nicht nur Nebeneinander, sondern Miteinander ihre Potenziale entfalten zu lassen. Weil in der Dialektik von Ursache und Wirkung, von Einzelnem und Gesellschaft, zwar jeder seines Glückes Schmied, aber auch der Schmied des Glücks des Anderen ist."

Konkret gelte es so zu Anfangs der Frage nach zugehen, was Buddhistinen und Buddhisten in die Politik einzubringen haben, und wie die einzelnen buddhistischen Traditionen ihr eigenes Verhältnis zur Politik im allgemeinen und insbesondere zur Sozialdemokratie und ihren Werten verstehen. Daher sollen auch in den ersten Treffen der Arbeitsgruppe Vertreter buddhistischer Traditionen eingeladen und mit ihnen diskutiert werden. In welche Richtung sich "Red Buddha" schließlich weiter entwickeln wird, sei dabei noch lange nicht entschieden, da es, so Eisenriegler, keinen "fertigen Plan gibt, der einfach umzusetzen wäre, oder gar vorgefertigte Rezepte oder Lösungen. Wir stehen am Anfang eines Pfades, welche Überraschungen er bereit hält und wohin er uns genau führen wird, ist nicht vorherzusehen. Aber es wird eine lohnende Reise werden." (Schluss) gs

Informationen über die Aktivitäten und kommenden Veranstaltungen von "Red Buddha": redbuddha@blackbox.at

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