VP-Stiftner: Stillgelegte Kraftwerke in Wien für Biomasse-Nutzung umrüsten

Wien (VP-Klub) - "Die Diskussion um die Energiepreiserhöhungen und die Kalamitäten rund um die Erdgas-Lieferverträge Russlands sollten nicht zuletzt angesichts der klirrenden Kälte die Wiener Stadtregierung zum Nachdenken anregen und als Ansporn genutzt werden, alle Möglichkeiten eines Ausstiegs aus der Abhängigkeit von ausländischen Energielieferanten auszuschöpfen", fordert der Umweltsprecher der ÖVP Wien, LAbg. Roman Stiftner, und verbindet damit den Vorschlag die stillgelegten Kraftwerksblöcke der Wienstrom-Kraftwerke Simmering und Donaustadt zu Biomasse-Kraftwerken umzurüsten. Auf diese Weise könnte man nicht nur einen Ausweg aus der Importabhängigkeit der Wiener Energieversorgung finden, sondern die Ökologisierung der Stromproduktion in Wien forcieren.

Die Planung und die Errichtung eines Biomasse-Kraftwerkes in Wien, wie es derzeit vorgesehen ist, kann nur ein erster Schritt auf dem Weg zu einer Importunabhängigkeit und der Ökologisierung der Wiener Stromerzeugung sein. Die Wiener Stadtregierung sollte sich nicht auf den Lorbeeren eines von der Opposition angeregten Projektvorschlages ausruhen, sondern eine wirklich Strategie für einen Ausstieg aus der Importabhängigkeit entwickeln.

Im Vergleich mit der Gesamtleistung des Kraftwerkes Simmering, das mit Gas befeuert wird, nimmt sich nämlich die Leistung des geplanten Biomassekraftwerkes bescheiden gering aus. Während das Kraftwerk Simmering eine Installierte Leistung von 1.623,6 MW aufbringt, sind es beim geplanten Biomassekraftwerk gerade einmal 60 MW, also maximal 5 Prozent. "Nur wenn es gelingt, mehrere Biomasseprojekte auf Schiene zu bringen, ist eine Ökologisierung der Wiener Stromproduktion möglich. Denkbar wäre auch die Realisierung eines Strohkraftwerkes in Kooperation mit der Landwirtschaft und in Zusammenarbeit mit Niederösterreich", so Stiftner abschließend.

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