LR Ackerl: "Landes-ÖVP muss sich im Fall Widholm deklarieren!"

Rolle der ÖVP bei der Versetzung des Linzer Polizeidirektors liegt im Dunkeln

Linz (OTS) - Die in der letzten Landtagssitzung am vergangenen Donnerstag eingebrachte Resolution des SP-Landtagsklubs, in der das Innenministerium aufgefordert wurde, die Versetzung des Linzer Polizeidirektors wieder rückgängig zu machen, erwies sich nach dem Verlesen eines Briefes an den Landeshauptmann als obsolet. In diesem Brief teilte die Innenministerin LH Pühringer mit, dass der Polizeidirektor nach Linz zurückkehren werde.

"Die Rückkehr kann ich dem anhaltenden Protest des Linzer Gemeinderats und der SP-Landtagsfraktion anrechnen!" so Landesrat Ackerl. "Mich würde interessieren, ob an den Gerüchten was dran ist, die die Landes-ÖVP für die Versetzung mitverantwortlich machen!" Ackerl fordert diesbezüglich eine Offenlegung der Rolle der Landes-ÖVP in dieser Causa.

Walter Widholm war am 19. Dezember 2005 nach Wien versetzt worden, offiziell, um einen Engpass bei der Fremdenpolizei zu überbrücken. 'Kein Grund für Wirbel um Widholm' titelte am 21.12.2005 das der Landes-ÖVP nahestehende 'Neue Volksblatt'. Anhaltender Protest gegen die Versetzung kam nur aus den Reihen der SPÖ, sei es mit Anfragen im Nationalrat oder den Resolutionen im Linzer Gemeinderat und Landtag. Die Landeshauptmannpartei verhielt sich in dieser Frage, in der es doch auch um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung der Landeshauptstadt ging, lange verdächtig ruhig.

"Jetzt beschäftigen mich Gerüchte, dass die Landes-ÖVP der Versetzung nicht nur stillschweigend zugesehen hat, sondern dass sie mehr damit zu tun hatte!" so Landesrat Josef Ackerl. "Ich will diese Gerüchte nicht glauben müssen, daher wünsche ich mir, dass die ÖVP ihre Rolle in der Causa Widholm offen darlegt!"

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