SP-Haider gegen 'Volksaktien-Schmäh'

Post-Ausverkauf: Sogar Raiffeisen-Analysten warnen die Kleinanleger

Linz (OTS) - Am Montag soll in der ÖIAG-Hauptversammlung der Börsegang der Post beschlossen werden, wenn es nach der Schüssel-ÖVP und Finanzminister Grasser geht. Oberösterreichs SPÖ-Landesparteivorsitzender Erich Haider appelliert noch einmal an die politischen und wirtschaftlichen Verantwortungsträger, diesen unverantwortlichen und ideologisch motivierten Ausverkauf von Volkseigentum zu stoppen.
"Die Gewinne der Post sollten nicht von privaten Spekulanten einkassiert werden, sondern im Unternehmen bleiben und für die Absicherung der flächendeckendenVersorgung genützt werden!", fordert Haider und spricht sich entschieden dagegen aus, die Bevölkerung mit der angeblichen 'Volksaktie' zu täuschen.

Der SPÖ-Landeschef kann in diesem Zusammenhang sogar Analysten zitieren, denen keinesfalls SP-Lastigkeit nachgesagt werden kann: So warnen sogar Raiffeisen-Spezialisten ausdrücklich vor dem Kauf dieser sogenannten 'Volksaktien'. Der Direktor des Salzburger Raiffeisenverbandes, Hans Schinwald, hat dieser Tage erklärt, aus der Sicht von Kleinaktionären sei von der 'Volksaktie' entschieden abzuraten. Einzelaktien seien für Kleinanleger überhaupt nicht geeignet, stellt auch der Raiffeisen-Chefanalyst Brezinschek fest. Beide raten vom 'Hineinbuttern des Geldes' in einzelne Aktientitel ab. Die Postaktie sei ausschließlich für Profi-Anleger und damit Spekulanten interessant.

Genau so unrealistisch ist die Mitarbeiterbeteiligung: Dass die in den letzten Jahren nicht gerade verwöhnten Postler 30 bis 40 Millionen Euro für zunächst fünf Prozent aufbringen können, etwa durch Lohnverzicht, ist zu bezweifeln.

"Die Post soll also nicht allen was bringen, sondern vor allem den Spekulanten, die sich Risiken im Zusammenhang mit Aktien leisten können. Dieser Ausverkauf muss gestoppt werden, bevor endgültig die Post abgeht!", so Haider.

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