Khol zu Pensionen: Sozial Schwachen am Besten geholfen!

Pensionen in Österreich wertgesichert - in Deutschland starke Realverluste

Wien (OTS) - "Unsere Bundesregierung hat die Pensionen der sozial Schwächeren immer überdurchschnittlich erhöht, im Bereich der Ausgleichszulagenbezieher (Alleinstehende und Ehegatten) sogar teilweise weit über der Inflationsrate." so der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, NR-Präsident Dr. Andreas Khol, als Reaktion auf die völlig einseitige Darstellung einer kürzlich veröffentlichten AK-Studie. Diese bezieht sich weitgehend auf Pensionen über 1.000 Euro, die jedoch nur 30 % aller Pensionen ausmachen und das ist der Trick der Arbeiterkammer: Nicht die Masse der 70 % werden zur Beurteilung der Bundesregierung herangezogen, sondern nur die 30 % der überdurchschnittlich hohen Pensionen.

Hier die Fakten und Zahlen im Einzelnen:

1. Die Ausgleichszulagenrichtsätze für Alleinstehende
- wurden von der Regierung Schüssel seit dem Jahr 2000 um 100 Euro erhöht,
- im gleichen Zeitraum davor - unter einem SPÖ-Kanzler, Sozial- und Finanzminister - nur um 30 Euro.
- Alleine 2006 betrug die Erhöhung 4,1 %, also weit über der Inflationsrate.
- Die Mindestpensionen für Ehegatten wurden im gleichen Zeitraum um 214 Euro erhöht,
- alleine 2003 und 2004 um insgesamt 12,39 % bei einer Inflationsrate in diesen beiden Jahren von 3,5 %.

Ausgleichzulagenbezieher - Alleinstehende*
Quelle: Hauptverband der Sozialversicherungsträger

Jahr Richtsatz Erhöhung (%) Inflationsrate 2002 630,92 2,9 % 2,9 % 2003 643,54 2,0 % 2,0 % 2004 653,19 1,5 % 1,5 % 2005 662,99 1,5 % 1,5 % 2006 690,00 4,1 % 2,5 %

* Die Ausgleichszulage gebührt als Differenz zwischen der Pension und sonstigen anrechenbaren Einkünften einerseits und dem Richtsatz andererseits.

Ausgleichszulagenbezieher - Ehegatten
Quelle: Hauptverband der Sozialversicherungsträger

Jahr Richtsatz Erhöhung (%) Inflationsrate 2002 900,13 2,9 % 2,9 % 2003 965,53 7,27 % 2,0 % 2004 1.015 5,12 % 1,5 % 2005 1.030,23 1,50 % 1,5 % 2006 1.055,99 2,50 % 2,5 %

2. Auch die Medianpensionen steigen laufend
- von 864 Euro im Jahr 2000 auf 948 Euro im Jahr 2004

Medianpension * (Alterspension ASVG)
Quelle: Hauptverband der Sozialversicherungsträger

Jahr Höhe Erhöhung (%) Inflationsrate 2000 864 2,7 % 2,46 % 2001 880 1,9 % 1,5 % 2002 900 2,3 % 2,9 % 2003 921 2,3 % 2,0 % 2004 948 2,9 % 1,5 %

* Medianpension: 50 % der Pensionen liegen unter diesem Wert, 50 % darüber

3. Und die Zahl der Ausgleichszulagenbezieher ist seit 2000 von 235.346 auf 226.734 gesunken.

Zahl der Ausgleichszulagenbezieher
Quelle: Hauptverband der Sozialversicherungsträger

Jahr Zahl 2000 235.346 2001 231.121 2002 228.558 2003 228.380 2004 228.391 2005 226.734

"Aus diesen Zahlen ergibt sich ganz klar, dass die Bezieher kleiner Pensionen von den Pensionsanpassungen überdurchschnittlich profitiert haben, während jene mit höheren Pensionen einen - zur Finanzierung des immer größere werdenden Pensionsaufwandes -Solidarbeitrag geleistet haben. Dieser liegt aber noch immer deutlich unter jenen10 %, die SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer von den Beziehern höherer Pensionen verlangt", so Khol weiter.

In Österreich werden heuer alle Pensionen bis 1.875 Euro mit der vollen Inflationsrate von 2,5 % erhöht, womit 95 % aller Pensionen vollständig wertgesichert sind, darüber liegende Pensionen werden mit einem Fixbetrag von 46,88 Euro erhöht.

4. Zum Vergleich wurden in unserem Nachbarland Deutschland die Pensionen in den letzten 3 Jahren nicht angepasst und auch in den nächsten 4 Jahren gibt es keine einzige Pensionserhöhung. "Eine 7-jährige Nichtanpassung der Pensionen wäre bei uns in Österreich unvorstellbar", so Khol.

Pensionsanpassung: Vergleich Österreich - Deutschland
Quellen: Hauptverband der SV - Deutsche Rentenversicherung

Österreich Deutschland 2004 1,5 % 0 % 2005 1,5 % 0 % 2006 2,5 % 0 %

Pensionsanpassung ab 2001
Quelle: BMSG

Erhöhung* Inflationsrate 2001 1,8 % 1,5 % 2002 2,9 % 2,9 % 2003 2,0 % 2,0 % 2004 1,5 % 1,5 % 2005 1,5 % 1,5 %

* unter Einbeziehung der Einmalzahlung

Khol abschliessend: "Unsere Bundesregierung hat mit dieser besonderen Berücksichtigung der sozial Schwächeren eindrucksvoll ihre soziale Kompetenz unter Beweis gestellt und ich bedanke mich auch bei der österreichischen Wirtschaft, die diese Erhöhungen möglich gemacht hat."

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