Findeis: Fertigessen soll Niederösterreichs Heeresküchen ersetzen - NÖ verliert viele Arbeitsplätze

Qualität, Arbeitsplätze und Umwelt bleiben auf der Strecke

St. Pölten, (SPI) - "Wer im Sommer des Vorjahres geglaubt hat, es wäre der Gipfel der Hiobsbotschaften für das Heer in Niederösterreich erreicht, der wurde nun eines Besseren belehrt", zeigt sich der Sicherheitssprecher der SPNÖ, LAbg. Hermann Findeis, entsetzt über die neueste, nun bekannt gewordene Zusperrorgie! Von den derzeit noch existierenden 26 Heeresküchen in Niederösterreich mit 200 Beschäftigten und 26 Lehrlingen sollen lediglich 3 Standorte -Allentsteig, Langenlebarn und Wiener Neustadt - übrig bleiben. Nach der von der Bundesregierung beschlossenen Auflassung von 7 Kasernenstandorten in Niederösterreich ein weiterer harter Schlag für den NÖ Arbeitsmarkt und den Wirtschaftsstandort. "Es freut mich in diesem Zusammenhang wirklich nicht, Recht zu behalten - aber nun ist der Beweis erbracht, dass die Schließungswelle beim Heer massive Arbeitsplatzverluste mit sich bringen wird", so Findeis weiter.****

Die Essensportionen sollen künftig an den 3 zentralen Standorten zubereitet, in Plastikbehälter gefüllt, tiefgefroren und durchs Land gekarrt werden. "Es ist zynisch, wenn in diesem Zusammenhang von einem innovativen, gesundheitsbewussten und umweltschonenden Verfahren die Rede ist. Den jungen Männern in den Kasernen wird statt frisch zubereiteten Speisen aufgewärmte Fertigkost serviert! Die Verpackung erfolgt in Plastikbehältern und die Speisen werden per LKW durch das flächenmäßig größte Bundesland Österreichs kutschiert! Die Kasernen Melk und Amstetten werden von Oberösterreich aus beliefert werden. Jeder weitere Kommentar dazu ist wohl unnötig", so Findeis weiter.

Daneben hat die Schließung der Kasernenküchen noch einen weiteren Nachteil. "Schon jetzt, durch die 2001 eingeführte zentrale Bundesbeschaffung, ist es für viele kleinere Betriebe, vom Fleischhauer bis zum Bäcker, kaum mehr möglich, öffentliche Aufträge zu lukrieren. Ab jetzt, wird es vollkommen unmöglich sein! Die Bundesregierung hat sich nun offensichtlich vollkommen aus ihrer Verantwortung für die Aufrechterhaltung öffentlicher Infrastruktur verabschiedet", so Findeis abschließend.
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