Mandak: BMin Haubner leidet unter Realitätsverlust und verschwendet dafür 330.000 Euro

Haubners Märchenkampagne ist zu stoppen - Regierung beweist Wirklichkeitsferne vom Familienalltag in Österreich

Wien (OTS) - Mit und in einem Fernseh- und Hörfunkspot bewirbt
BMin Haubner das Kinderbetreuungsgeld. Gezeigt wird ein Paar mit fünf kleinen Kindern, das in einer luxuriösen Großraumwohnung eine Mußestunde genießt. Die Mutter bezieht Kindergeld und ist offenbar zusätzlich erwerbstätig. "Haubner meint allen Ernstes, die dargestellte Familie hätte etwas mit dem Lebensalltag und der finanziellen Situation von Großfamilien in Österreich gemein. Damit beweist sie einmal mehr, wie wirklichkeitsfern sie lebt und arbeitet. Kein Wunder, dass die Sozialpolitik der Regierung bei der Armutsbekämpfung völlig versagt", erklärt heute die Familiensprecherin der Grünen, Sabine Mandak, bezugnehmend auf die Beantwortung einer diesbezüglichen parlamentarischen Anfrage.

Insgesamt sei Haubner Antworten auf wesentliche Punkte der Anfrage überhaupt schuldig geblieben. Wie viel Kinderbetreuungsgeld die Mutter für ihre Kinder bekommen haben solle und wie viele Pensionsjahre ihr angerechnet würden, bleibe ein Geheimnis. Es waren offenkundig die Kinder ca. im Zweijahresabstand geboren und damit bekomme die Frau nur je zwei Jahre Kindergeld ausbezahlt und Pensionszeit angerechnet. "330.000 Euro gibt Haubner für diese Kampagne an Steuergeldern aus. Das ist mehr, als ihr jährlich durchschnittlich die Plattform gegen Gewalt in der Familie, die Besuchsbegleitung von Scheidungskindern und das Modellprojekt Kinderbeistand (Unterstützung für Kinder bei Scheidungsverfahren) wert ist", so Mandak.

Eine einzige Kampagne, die nicht informiere, sondern lediglich Haubners märchenhaftes Wunschbild von Familie in die Wohnzimmer zaubere, verschlinge mehr Geld, als für die Arbeit eines ganzes Jahres in zentralen Bereichen der Unterstützung von Kindern zur Verfügung stehe. "Derart unsinnige Kampagnen sind zu stoppen und das eingesetzte Geld ist stattdessen für sinnvolle und dringend notwendige Arbeit für und mit Kindern zur Verfügung zu stellen", fordert Mandak.

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Pressesprecherin der Grünen, Andrea Danmayr, 0664-3457113

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