Gorbach: Konjunkturaufschwung verstärken - Steuersystem reformieren

Mittelstand als Basis eines erfolgreichen Wirtschaftstandortes

Wien, 2006-01-06 (bpb) - "Die Prognosen der Wirtschaftsforscher deuten eine positive Entwicklung unserer Wirtschaft an. Gerade in einer solchen Phase ist es umso wichtiger, diese Tendenz durch steuerliche Entlastungsmaßnahmen zu verstärken. Vor allem Familien und KMU sollten möglichst rasch und unmittelbar diesen Trend in ihrem Geldbörsel spüren. Denn durch diese steuerlich bedingte Kaufkraftstärkung könnten wir die Konjunkur weiter ankurbeln und so etwas den Druck vom Arbeitsmarkt nehmen", stellte der gf BZÖ-Bündnisobmann Vizekanzler Hubert Gorbach heute fest.

Es sei für ihn erfreulich, dass anscheinend immer mehr Parteien erkennen würden, dass der Mittelstand für die Zukunft eines erfolgreichen Wirtschaftsstandortes Österreich von entscheidender Bedeutung sei und deshalb eine Entlastung notwendig wäre. Das BZÖ habe daher ja bereits im Frühsommer 2005 ein Steuerreform-Paket präsentiert, das sich nun allgemeiner Beliebtheit über die Parteigrenzen hinweg zu erfreuen scheine. "Einige der Anliegen, die Gusenbauer & Co im Zuge der roten Klausur besprochen haben, befürworte ich ausdrücklich. Das ist aber kein Wunder, sind sie ja auch aus unserem Steuerpapier entnommen. Danke trotzdem der SPÖ, dass sie unsere Forderungen jetzt aufgreift und unterstützt", meinte der Vizekanzler weiter.

Man habe jedenfalls die ÖVP überzeugen können, so Gorbach, wie wichtig Gespräche zwischen den Koalitionspartnern wären, in deren Rahmen man Steuerentlastungen für den hart arbeitende Mittelstand besprechen und auch beschließen könne, damit auch die Arbeit dieses Bevölkerungsteils wieder mehr wert wäre. Die im Laufe des Jänners tagende Steuerreform-Gruppe werde sich daher sehr intensiv mit einer Änderung der Bemessungsgrundlage für den Spitzensteuersatz beschäftigen, meinte der Vizekanzler, damit in Zukunft weniger Personen unter den Höchststeuersatz fallen. "Da haben sich ja zum Beispiel durch der Inflation die Voraussetzungen über die Jahre extrem verändert, da müssen wir einfach etwas tun. Außerdem werden wir anregen, Familien durch die Anrechenbarkeit der Kinderbetreuungskosten zu entlasten, private Spenden endlich gleich wie Unternehmensspenden absetzbar zu machen und das Steuersystem generell zu vereinfachen. Flat-Tax sollte nicht nur ein Schlagwort sein", führte der gf. Bündnisobmann aus.

Abschließend zum Zeitpunkt einer möglichen Steuerentlastung für den Mittelstand befragt, meinte er: "Hängt auch stark vom Koalitionspartner ab. Ich hoffe trotzdem, möglichst bald."

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Bündnis Zukunft Österreich

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZO0001