BRÜCKEN:SCHLAG - Die Heimkehr der "AUSTRIAS" nach Europa

Wien (OTS) - Am 9.1.06 wird erstmals das internationale Kunst- und Kulturprojekt "BRÜCKEN:SCHLAG / Die "Czernowitzer Austria" - Symbole und Identitäten in einem Neuen Europa" in Wien präsentiert. Das Projekt ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem "bewegten" Europa. 10 international renommierte KünstlerInnen bearbeiten je 1 Replik der 2003 wiederentdeckten "Czernowitzer Austria" Statue. Die Arbeiten liefern Interpretationen über den Umgang mit politischen Symbolen in Europa. Das Projekt beginnt mit der Präsentation am 9.1. 2006 in Wien und läuft bis 2007 in den 5 beteiligten Ländern:
Österreich, Ungarn, Polen, der Slowakischen Republik und der Ukraine.

Erste Projektpräsentation

Das internationale Kunst- und Kulturprojekt des Wiener Instituts für kulturresistente Güter wird am 9.1.2006 in der Galerie ArtPoint in Kooperation mit dem Kulturkontakt Austria prä-sentiert. Das Projekt wird kuratiert von Boris Ondrejicka, Jiri Sevcik, Lucas Gehrmann und Anna Maria Potocka. Die beteiligten KünstlerInnen sind Ilona Nemeth und die Gruppe XYZ (Sl), Róza El-Hasan und Janos Sugár (Hu), Katarina Kowalska und Jan Simon (Pl), Anna Sidorenko und Bronislav Tutelmann ( Ukr) sowie Bernadette und Abbé Libansky (A).

Eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem "Bewegten" Europa

Die aktuellen Umfragen des Eurobarometers zeigen, dass sich das Meinungsklima im gesamten EU Raum verschlechtert - Tendenz weiter sinkend. Was ist Zugehörigkeit und Identität? Lässt sich Identität symbolisch verordnen? Wie wird Identität konstruiert? Welche Symbole haben Zukunft? Diesen, vor dem Hintergrund der Debatten um die "europäische Identität" hochaktuellen Fragen, geht das int. Kunst-und Kulturprojekt "BRÜCKEN:SCHLAG Die "Czernowitzer Austria" -Symbole und Identitäten in einem Neuen Europa" nach.

Es begann vor 2 Jahren: Austria in Czernowitz gefunden

Die "Czernowitzer Austria" des Wiener Bildhauers Karl Pekary stand ab 1875 am Hauptplatz von Czernowitz und erinnerte an die "Besitzergreifung" der Bukowina durch die Habsburger-Monarchie. Im Jahre 1918 verschwand die "Austria" unter ungeklärten Umständen. Im Mai 2003 tauchte die zwei Meter große Statue bei Bauarbeiten überraschend wieder auf.

Auf der Suche nach Symbolen nd Identitäten Europas

Das Wiener Institut für kulturresistente Güter lässt nun in einem internationalen Kunst- und Kulturprojekt die symbolische Relevanz der "Austria"-Statue untersuchen: international renommierte KuratorInnen wählten 10 KünstlerInnen aus Österreich, Ungarn, der Slowakei, Polen und der Ukraine, die je eine Replik der Statue in Originalgröße erhielten und einge-laden wurden, sie mit den unterschiedlichsten künstlerischen Strategien und Medien neu zu interpretieren und zu gestalten.

Relevanz für Gegenwart und Zukunft im Neuen Europa

Die neuen Skulpturen sind ein Geschenk an die Republik Ukraine und werden zuvor im Rahmen von internationalen Ausstellungen in europäischen Hauptstädten zu sehen sein. Im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums in Czernowitz setzen sich Künstler und Wissenschaftler im Rahmen des Kunst- und Kulturprojekts "BRÜCKEN:SCHLAG / Die "Czernowitzer Austria" - Symbole und Identitäten in einem Neuen Europa" mit dem Umgang mit politischen Symbolen und ihrer Relevanz für Gegenwart und Zukunft im neuen Europa auseinander. Die Ergebnisse werden in einer 2-teiligen Buchpublikation veröffentlicht.

Die Ausstellung

Bei der am 9.1. in Wien stattfindenden ersten Projektpräsentation wird der aktuelle Bearbeitungsstand zweier der insgesamt 10 neuen "Austria" Statuen gezeigt. Diese Statuen werden von den beiden beteiligten österreichischen KünstlerInnen Bernadette Huber und Abbé J. Libansky interpretiert. Eine Fotoausstellung des tschechisch-österreichischen Interventions-Künstlers Abbé Libansky und der österreichischen Fotografin Barbara Zeidler über Symbole im europäischen Alltag und ihre Kontexte bilden den Rahmen für diese Work-in-Progress Veranstaltung.

Termin der Projektpräsentation: Mo, 9. Jänner 2006 / Galerie ArtPoint / Universitätsstraße 5 / 1010 Wien

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